Ablauf einer Feuerbestattung in Deggendorf
Eine Feuerbestattung beginnt üblicherweise mit einer Trauerfeier, die je nach Wunsch der Hinterbliebenen entweder mit dem Sarg vor der Einäscherung oder mit der Urne im Anschluss daran stattfindet. Diese Zeremonie kann in einer Aussegnungshalle auf dem Friedhof, in einer Kirche oder an einem persönlich ausgewählten Ort abgehalten werden. Musik, individuelle Reden und symbolische Gesten wie das Anzünden von Kerzen oder das Niederlegen von Blumen schaffen eine würdevolle Atmosphäre.
In Deutschland ist gesetzlich vorgeschrieben, dass die Einäscherung in einem Sarg erfolgt, unabhängig davon, ob die Trauerfeier vorher oder nachher geplant ist. In Bayern darf die verstorbene Person frühestens 48 Stunden nach dem Tod bestattet werden; Bestattung oder Einäscherung müssen innerhalb von acht Tagen erfolgen, Samstage, Sonntage und Feiertage zählen nicht mit. Seit dem 1. April 2025 ist vor jeder Einäscherung eine zweite Leichenschau vorgeschrieben, die bestätigt, dass keine Anhaltspunkte für einen nicht natürlichen Tod vorliegen.
Die Asche wird in einer Urne gefasst, die in Bayern innerhalb von drei Monaten beigesetzt werden muss: auf einem Friedhof, in einem Bestattungswald oder bei nachweisbarem Willen der verstorbenen Person auf See. Auch die Urnenbeisetzung kann von einer feierlichen Abschiednahme mit persönlichen Worten, Gebeten oder Texten begleitet werden.