Ablauf einer Feuerbestattung
Der Prozess einer Feuerbestattung beginnt in der Regel mit einer Trauerfeier, die entweder vor der Einäscherung mit dem Sarg oder nach dem Kremationsvorgang mit der Urne stattfindet. Diese Zeremonie kann in einer Aussegnungshalle auf dem Friedhof, in einer Kirche oder einem individuell gewählten Raum abgehalten werden. Durch Musik, persönliche Ansprachen oder symbolische Handlungen wie das Anzünden von Kerzen oder das Niederlegen von Blumen erhält die Abschiedsfeier eine persönliche und würdige Atmosphäre.
In Deutschland ist vorgeschrieben, dass die Einäscherung grundsätzlich in einem Sarg erfolgt. Das bedeutet, dass die verstorbene Person zunächst in einen Sarg gebettet wird, auch dann, wenn die eigentliche Trauerfeier erst nach der Kremation geplant ist. Vor der Einäscherung ist eine zweite Leichenschau vorgeschrieben; die Kremation selbst wird unter strenger Einhaltung gesetzlicher Regelungen und hoher hygienischer Standards durchgeführt.
Nach der Einäscherung wird die Asche in einer Urne verwahrt, die schließlich beigesetzt wird. In Bayern muss das innerhalb von drei Monaten geschehen, auf einem Friedhof, in einem genehmigten Bestattungswald oder bei nachweisbarem Willen der verstorbenen Person auf See. Auch die Urnenbeisetzung kann von einer feierlichen Zeremonie begleitet werden, bei der oft Gedichte, persönliche Worte oder Gebete vorgetragen werden.