Baumbestattung
Schleswig-Holstein
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Hartenholm, Kreis Segeberg
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Baumbestattung in Hartenholm: Zweiter Waldstandort

Mit den „Hartenholmer Tannen“ gibt es in Hartenholm im Kreis Segeberg einen weiteren Ort für die Baumbestattung. Die neue Waldruhestätte ergänzt den seit 2007 bestehenden RuheForst Segeberger Heide/Hartenholm – und macht Kosten, Ablauf und Regeln für Angehörige besonders relevant.

Veröffentlicht am
August 12, 2026
Lesezeit: 5 Min.

Baumbestattung in Hartenholm bekommt einen zweiten Standort

In Hartenholm im Kreis Segeberg steht mit der Waldruhestätte „Hartenholmer Tannen“ ein weiterer Bestattungswald zur Verfügung. Die Gemeinde führt die Anlage als Friedhof in Form eines Bestattungswaldes. Die dazugehörige Benutzungs- und Entgeltordnung gilt seit dem 24. März 2026. Betreiberin ist die Wooldruh GmbH mit Sitz in Hartenholm, die von der Gemeinde mit der Errichtung und dem Betrieb der Waldruhestätte betraut wurde.

Damit erweitert sich das Angebot an naturnahen Urnenbeisetzungen in der Region. Der bereits bestehende RuheForst Segeberger Heide/Hartenholm wurde am 6. Juli 2007 als erster RuheForst in Schleswig-Holstein eröffnet. Auch dort war die Familie Fallmeier vom Waldgut Hartenholm an der Entwicklung beteiligt.

Wie die Baumbestattung in den Hartenholmer Tannen abläuft

Urnenbeisetzung im Wurzelbereich

In den Hartenholmer Tannen sind ausschließlich Urnenbestattungen möglich. Die Asche wird in einer biologisch abbaubaren Urne im Wurzelbereich eines Baumes oder einer anderen Pflanze beigesetzt. Die Mindesttiefe beträgt 50 Zentimeter. Die Asche muss grundsätzlich spätestens zwölf Monate nach der Einäscherung beigesetzt werden.

Die Ruhestätten liegen kreisförmig um den Stammfuß. Pro Baum oder Pflanze dürfen höchstens 18 Ruhestätten angelegt werden. Angehörige können zwischen Gemeinschaftsruhestätten, Familienruhestätten und besonderen Gedenkruhestätten für früh verstorbene Kinder wählen.

Eine persönliche Gestaltung der Beisetzung ist möglich. Der Termin und die Zeremonie werden mit den Angehörigen abgestimmt. Ein dezentes Markierungsschild kann auf Wunsch an der Ruhestätte angebracht werden.

Keine klassische Grabpflege

Nach der Beisetzung soll sich die Ruhestätte natürlich entwickeln. Herkömmliche Grabpflege, Grabmale, Kerzen, Kränze und dauerhafter Grabschmuck sind nicht vorgesehen. Erlaubt ist lediglich ein kleiner, biologisch rückstandslos abbaubarer Blumenstrauß am Tag der Beerdigung. Die Pflege des Ortes bleibt damit weitgehend der Natur überlassen.

Für Familien kann außerdem wichtig sein, dass der Wald nicht jederzeit betreten werden darf. Bei Sturm, Gewitter sowie Schnee- oder Eisbruchgefahr kann der Zugang eingeschränkt oder vorübergehend untersagt werden. Der Charakter des Waldes bleibt dadurch geschützt.

Baumbestattung: Kosten in den Hartenholmer Tannen

Die amtliche Entgeltordnung unterscheidet zwischen vier Wertstufen. Maßgeblich sind unter anderem die Lage und die natürliche Ausstattung der jeweiligen Ruhestätte. Für eine Gemeinschaftsruhestätte kostet das Nutzungsrecht bei einer Laufzeit von 20 Jahren zwischen 430 und 1.170 Euro. Wird die Ruhestätte zu Lebzeiten als Vorsorge erworben, liegen die Beträge zwischen 538 und 1.463 Euro.

Für 50 Jahre reichen die Entgelte bei einer Gemeinschaftsruhestätte von 774 bis 2.106 Euro. Als Vorsorge liegen sie zwischen 968 und 2.633 Euro. Eine Familienruhestätte mit Laufzeit bis zum 31. Dezember 2125 kostet je nach Wertstufe zwischen 4.500 und 12.000 Euro.

Zusätzlich können weitere Gebühren anfallen:

  • Beisetzungsentgelt: 365 Euro
  • Zuschlag für Freitag ab 12:30 Uhr oder Samstag: 238 Euro
  • biologisch abbaubare Urne: 71,40 Euro
  • Urnenanforderung und Beisetzungsbestätigung zusammen: 71,40 Euro
  • Markierungsschild: 71,40 Euro
  • optionale organisatorische Begleitung der Beisetzung: 535,50 Euro

Diese Beträge betreffen die Waldruhestätte. Die Gesamtkosten einer Baumbestattung umfassen zusätzlich beispielsweise die Leistungen des Bestattungsunternehmens, die Einäscherung, Überführungen und mögliche persönliche Wünsche.

Was Angehörige vor der Entscheidung klären sollten

Eine Baumbestattung kann besonders passend sein, wenn ein naturnaher Ort gewünscht wird und die regelmäßige Grabpflege entfallen soll. Gleichzeitig sollten Familien prüfen, wie gut der Wald für Angehörige erreichbar ist und ob die Regeln zu Grabschmuck, Besuch und Zeremonie den eigenen Vorstellungen entsprechen.

Auch die Finanzierung lässt sich frühzeitig klären. Die Entgeltordnung der Hartenholmer Tannen sieht ausdrücklich den Erwerb einer Gemeinschaftsruhestätte als Vorsorge vor. Wer Wünsche und Kosten zu Lebzeiten festlegt, kann Angehörige im Trauerfall entlasten und ihnen Entscheidungen abnehmen.

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Quellen

Baumbestattungsberatung

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Fragen & Antworten

Gibt es in Hartenholm einen neuen Bestattungswald?

Welche Bestattungsart ist in den Hartenholmer Tannen möglich?

Was kostet eine Baumbestattung in den Hartenholmer Tannen?

Gibt es in den Hartenholmer Tannen eine Ruhezeit?

Ist Grabpflege bei einer Baumbestattung erforderlich?

Kann eine Baumbestattung in Hartenholm zu Lebzeiten geplant werden?