Alternative Grabarten: Rasengrab, Baumgrab und Kolumbarium
Neben den drei klassischen Grabarten gibt es weitere Formen, die immer häufiger nachgefragt werden.
Rasengrab und Wiesengrab. Eine pflegefreie Variante: Die Grabstelle liegt unter einer Rasenfläche, oft mit einer kleinen Bodenplatte oder Namenstafel zur Kennzeichnung. Die Pflege übernimmt die Friedhofsverwaltung. Rasengräber gibt es als Reihen- oder Wahlgrab und sowohl für Särge als auch für Urnen.
Baumgrab. Bei einer Bestattung im Bestattungswald wird die Urne im Wurzelbereich eines Baumes beigesetzt. Es gibt keine klassische Grabstelle und keine Grabpflege. Mehr Details zur Baumbestattung in der Natur und zu den Bestattungswäldern, in denen wir bundesweit organisieren.
Kolumbarium und Urnenstele. Beides sind oberirdische Bauwerke, in denen Urnen in einzelnen Kammern beigesetzt werden. Die Kammer wird mit einer Platte verschlossen, auf der Name sowie Geburts- und Todestag stehen. Diese Grabarten sind besonders auf städtischen Friedhöfen und in regenreichen Regionen verbreitet.
Gruft und Mausoleum. Diese aufwendig gemauerten Grabanlagen sind heute selten. Manche Friedhöfe bieten die Sanierung und Neubelegung bestehender Anlagen an — meist mit deutlich höheren Kosten.
Grabarten und Bestattungsart — was hängt zusammen?
Welche Grabarten Ihnen offen stehen, hängt direkt von der gewählten Bestattungsart ab.
Bei einer Erdbestattung im Sarg kommen Wahlgrab, Reihengrab, Rasengrab und das anonyme Sarggrab infrage. Das anonyme Erdgrab wird allerdings nur noch selten angeboten.
Bei einer Feuerbestattung mit Urnenbeisetzung sind die Möglichkeiten deutlich breiter. Zu den Urnenwahl- und Urnenreihengräbern auf dem Friedhof kommen Baumgrab, Kolumbarium, Urnenstele, Seebestattung oder die anonyme Bestattung im Urnengemeinschaftsfeld hinzu.
Wer sich für eine bestimmte Grabart entscheidet, sollte deshalb gemeinsam mit der Bestattungsart denken. Einen Überblick über alle Optionen finden Sie auf unserer Seite zu den verschiedenen Bestattungsarten.
Kosten der Grabarten — was Sie einplanen sollten
Die Kosten für ein Grab setzen sich aus mehreren Posten zusammen: der Friedhofsgebühr für das Nutzungsrecht, gegebenenfalls Kosten für Grabstein und Bepflanzung sowie laufende Aufwände für die Grabpflege.
Friedhofsgebühren sind regional sehr unterschiedlich. Jede Stadt und jede Friedhofsverwaltung legt ihre eigene Gebührenordnung fest. Ein Reihengrab in einer ländlichen Gemeinde kann unter 500 Euro kosten — in einer Großstadt sind 2.500 Euro oder mehr keine Seltenheit. Wahlgräber, Kolumbarienkammern und Gruftanlagen liegen entsprechend höher.
Bei Memovida ist die organisatorische und persönliche Leistung des Bestattungsunternehmens im Festpreis enthalten. Lediglich die Gebühren für den Beisetzungsort kommen hinzu, weil sie sich von Friedhof zu Friedhof stark unterscheiden. Welche Beträge in Ihrer Region anfallen, erfahren Sie in unserer Übersicht zu unseren transparenten Festpreisen.
So finden Sie die passende Grabart
Bei der Wahl der Grabart helfen einige nüchterne Fragen:
- Spielt der Preis eine wesentliche Rolle?
- Möchten Sie Lage und Größe selbst bestimmen?
- Wünschen Sie eine individuelle Grabgestaltung — oder eine pflegefreie Lösung?
- Soll das Grab für weitere Familienmitglieder offen bleiben?
- Wer übernimmt langfristig die Grabpflege?
- Wie wichtig ist Ihnen ein fester, namentlicher Trauerort?
Wer all das vorab durchdenken möchte, kann die Wahl der Grabart auch im Rahmen einer Bestattungsvorsorge zu Lebzeiten regeln. So entlasten Sie Angehörige im Trauerfall — und sind sicher, dass Ihre Wünsche umgesetzt werden.
Bei Memovida — Begleitung bei der Wahl der Grabart
Wir helfen Ihnen, aus den vielen Grabarten die für Sie passende auszuwählen. Dazu gehört ein offenes Gespräch über Ihre Vorstellungen, ein Überblick über die Möglichkeiten am gewünschten Friedhof — und transparente Festpreise ohne versteckte Kostenpositionen.
Memovida ist Mitglied im Verband unabhängiger Bestatter e. V. und bundesweit für Sie da. Auch nach der Beisetzung begleiten wir Sie bei Fragen zu Ruhefristen, Grabauflösung oder einer späteren Umbettung.








