Sieben Tipps für einen würdevollen Nachruf
- Fakten prüfen. Namen, Daten und Funktionen genau recherchieren — ein Tippfehler im Namen wirkt besonders unschön.
- Konkret bleiben. Eine kleine Anekdote sagt mehr als drei Adjektive. „Sie hat sonntags für die Nachbarn Brötchen geholt“ wirkt stärker als „sie war hilfsbereit“.
- Tonfall an die Person anpassen. Ein humorvoller Mensch verträgt einen leicht humorvollen Nachruf — wer streng war, eher nicht.
- Mit Angehörigen abstimmen. Vor allem, wenn Sie als Verein oder Unternehmen einen Nachruf veröffentlichen, lohnt eine kurze Rücksprache mit der Familie.
- Keine offenen Konflikte austragen. Ein Nachruf ist kein Ort für alte Rechnungen — wer das nicht trennen kann, sollte das Schreiben jemand anderem überlassen.
- Floskeln vermeiden. „Die Zeit heilt alle Wunden“ und ähnliche Sätze tragen wenig. Persönliche Worte tragen viel.
- Laut vorlesen. Wenn der Text laut gelesen ehrlich klingt, passt er.
Vielen Menschen hilft das Schreiben darüber hinaus auch beim Trauern. Wer sich tiefer damit beschäftigen möchte, findet in unserem Ratgeber zu Schreiben als Teil der Trauerbewältigung einige Anregungen.
Wo und wann veröffentlichen Sie den Nachruf?
Klassisch erscheinen Nachrufe in der lokalen oder überregionalen Tageszeitung, üblicherweise im Anschluss an die Traueranzeige. Der Nachruf sollte nicht vor der offiziellen Todesmitteilung der Angehörigen erscheinen — das ist eine Frage des Respekts. Üblich ist die Veröffentlichung am selben Tag wie die Traueranzeige oder kurz danach.
Online-Gedenkseiten gewinnen an Bedeutung. Sie bieten mehr Platz, ermöglichen Bilder und Beiträge anderer Trauernder, und sie bleiben dauerhaft auffindbar. Manche Tageszeitungen kombinieren Print- und Onlineveröffentlichung in einem Paket.
Die Kosten variieren stark. In regionalen Tageszeitungen liegen sie meist zwischen rund 150 € und 600 €, bei überregionalen Blättern oder ganzseitigen Nachrufen entsprechend höher. Format, Größe und Auflage bestimmen den Preis — am besten holen Sie sich vorab ein konkretes Angebot der entsprechenden Redaktion ein.
Bei Memovida begleiten wir Sie auch bei den Worten
Einen Nachruf zu verfassen gehört nicht zwingend zu den Aufgaben eines Bestattungsunternehmens — wir sehen es trotzdem als Teil unserer Begleitung. Wenn Sie unsicher sind, wie Sie beginnen sollen oder welche Worte angemessen wirken, sprechen Sie uns an.
Unsere Begleiterinnen und Begleiter schauen mit Ihnen gemeinsam auf den Text, helfen bei der Formulierung der Beileidsbekundung in einer Trauerkarte oder beim Verfassen eines Kondolenzschreibens.
Auch das organisatorische Drumherum — Trauerfeier, Traueranzeige, Friedhofsorganisation — übernehmen wir auf Wunsch komplett. So bleibt Ihnen mehr Zeit für das, was zählt: das Abschiednehmen.




