In Hagen betreibt der Wirtschaftsbetrieb Hagen (WBH) zehn kommunale Friedhöfe, darunter den RuheForst Philippshöhe; sie stehen allen Menschen unabhängig von der Konfession offen. Hinzu kommen kirchliche Friedhöfe wie der Remberg- und der Buschey-Friedhof. Eine Übersicht mit Adressen und Grabarten bietet die Friedhofsseite des WBH.
Friedhof Vorhalle befindet sich im Stadtteil Vorhalle am Friedhofsweg 1, 58089 Hagen. Die Gemeinde Vorhalle erhielt den Friedhof 1894; die erste Andachtshalle von 1900 wurde 1961 durch einen Neubau ersetzt, 1983 kam der „Neue Teil“ oberhalb der Autobahn hinzu. Zwei Grabsteine mit kyrillischer Aufschrift erinnern an einen russischen Offizier und an Opfer von Krieg und Gewaltherrschaft. Neben Urnengräbern und einem Abschiedsraum gibt es hier ein muslimisches Grabfeld mit eigenem Waschhaus.
Waldfriedhof Loxbaum an der Hoheleye 5, 58093 Hagen, ist der jüngste und mit 19 Hektar größte kommunale Friedhof der Stadt; er wurde 1976 eröffnet. In der Andachtshalle befindet sich das Bleiglasfenster „Das tränende Kreuz“ des Hagener Malers Carl Baumann. Seit 1989 gibt es hier einen Lehrpfad zum jeweiligen „Baum des Jahres“; ein Abschiedsraum und Urnengräber stehen ebenfalls zur Verfügung.
RuheForst Philippshöhe an der Kuhlestraße, 58089 Hagen, wurde 2006 als erster RuheForst in Nordrhein-Westfalen eingerichtet und wird vom WBH betrieben. Das Waldstück umfasst 57 Hektar auf rund 240 Metern Höhe; ein über 90 Jahre alter Laubmischwald aus Eichen, Buchen und Bergahorn prägt den Bestattungswald, in dem Urnen an den Wurzeln von Bäumen beigesetzt werden.
Friedhof Delstern am Berghang 30, 58093 Hagen, wurde 1883 als Gemeindefriedhof angelegt und ist mit rund 10,7 Hektar einer der ältesten kommunalen Friedhöfe Hagens. Hier liegen viele bekannte Persönlichkeiten der Stadt, etwa Christian Rohlfs, Ernst Meister und Jürgen von Manger. Auf dem Gelände befinden sich das Eduard-Müller-Krematorium mit einem Abschiedsraum sowie der „Ewigkeitsbrunnen“ als Ort der Erinnerung.
Rembergfriedhof an der Eickertstraße 46, 58095 Hagen, ist ein kirchlicher Friedhof; er wurde 1873 eingeweiht und umfasst heute 21 Hektar. Die Andachtshalle aus den 1920er Jahren erhielt nach dem Zweiten Weltkrieg neue Fenster, unter anderem von Egbert Lammers. Ein Denkmal erinnert an die Toten des Märzaufstands von 1920; auch der Maler Emil Schumacher ist hier beigesetzt.
Buschey-Friedhof im Stadtteil Wehringhausen wurde 1810 als gemeinsamer Friedhof der katholischen, lutherischen und reformierten Gemeinden angelegt und wird bis heute von diesen Gemeinden getragen. Er liegt im Karree zwischen Langer Straße, Bergischem Ring, Buscheystraße und Christian-Rohlfs-Straße und steht wegen seiner historischen Grabanlagen vom Klassizismus bis zum Expressionismus unter Denkmalschutz. 2003 wurde eine neue Andachtshalle errichtet.