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Baumbestattung Frankfurt-Harheim: 60 Grabplätze

Auf dem Friedhof Frankfurt-Harheim ist seit dem 1. Juli 2026 eine neue Baumbestattung möglich. Im Trauerhain stehen 16 Bäume mit insgesamt 60 Urnengrabstätten an einer Blühwiese bereit, eine naturnahe und pflegefreie Option für Familien.

Veröffentlicht am
August 10, 2026
Lesezeit: 4 Min.

Neue Baumbestattung auf dem Friedhof Frankfurt-Harheim

Die Baumbestattung Frankfurt wird um ein weiteres Angebot ergänzt: Auf dem Friedhof Harheim können Urnen seit dem 1. Juli 2026 in einem neu eingerichteten Trauerhain beigesetzt werden. Die Grabstätten liegen im Gewann C direkt an einer Blühwiese. Insgesamt stehen 16 Bäume mit 60 Grabstätten zur Verfügung.

Damit schafft die Stadt Frankfurt eine weitere Möglichkeit für Menschen, die sich eine naturnahe Ruhestätte wünschen, zugleich aber die verlässlichen Strukturen eines kommunalen Friedhofs bevorzugen.

Welche Bäume stehen zur Auswahl?

Für den neuen Bereich wurden verschiedene Jungbäume gepflanzt. Dazu gehören Eschen, Ahorne, Blutpflaumen und Taschentuchbäume. Zusätzlich können auch bereits vorhandene Birken und Walnussbäume als Bestattungsbäume ausgewählt werden.

Zum Trauerhain gehören außerdem ein Gedenkplatz für Blumenschmuck und eine Ruhebank. Wichtig für Angehörige: Grabschmuck darf nicht direkt an der Grabstätte abgelegt werden. Dafür ist der vorgesehene Gedenkplatz bestimmt.

Baumbestattung Frankfurt: Was bedeutet ein Trauerhain?

Bei einer Grabstätte im Trauerhain wird die Urne in unmittelbarer Nachbarschaft zu einem Baum beigesetzt. Die Fläche wird als Rasen- oder Wiesenfläche angelegt und von der Friedhofsverwaltung unterhalten. Eine individuelle Grabpflege ist deshalb nicht vorgesehen.

Das kann für Familien entlastend sein, wenn sie eine gepflegte und naturnahe Ruhestätte wünschen, sich aber nicht dauerhaft um Bepflanzung oder Pflege kümmern können oder möchten. Gleichzeitig bleibt der Trauerhain Teil des Friedhofs. Wege, feste Öffnungszeiten und die Nähe zu weiteren Einrichtungen können den Besuch erleichtern.

Nach der Frankfurter Friedhofsordnung handelt es sich bei einer Grabstätte im Trauerhain um eine Wahl- oder Reihengrabstätte für Urnen. In einer Wahlgrabstätte können bis zu vier Urnen beigesetzt werden. Eine individuelle, bodengleiche Grabplatte ist grundsätzlich möglich.

Welche Kosten gelten in Frankfurt?

Die derzeit gültige Gebührenordnung der Stadt Frankfurt ist am 1. Januar 2025 in Kraft getreten. Für eine Urnenwahlgrabstätte im Trauerhain weist sie eine Gebühr von 1.487 Euro aus. Die Nutzungsdauer für Wahlgrabstätten beträgt grundsätzlich 25 Jahre.

Zusätzlich nennt die Gebührenordnung für die Urnenbeisetzung in einer Reihen- oder Wahlgrabstätte in einer Erdgrabstätte eine Gebühr von 1.046 Euro. Diese Friedhofsgebühren sind nicht mit den gesamten Bestattungskosten gleichzusetzen. Hinzukommen können beispielsweise Leistungen für die Abholung, die Einäscherung, eine Trauerfeier, eine Urne oder die organisatorische Begleitung.

Die Stadtverordnetenversammlung beschloss die Gebührenordnung am 12. Dezember 2024. Sie wurde am 24. Dezember 2024 im Amtsblatt veröffentlicht und gilt seit dem 1. Januar 2025.

Harheim ist der vierte Frankfurter Friedhof mit Trauerhain

Mit dem neuen Angebot gibt es diese Form der Urnenbeisetzung nun an vier kommunalen Friedhöfen in Frankfurt. Bereits zuvor wurde sie am Parkfriedhof Heiligenstock, auf dem Friedhof Westhausen und auf dem Neuen Friedhof Nieder-Erlenbach angeboten.

Die Angebote unterscheiden sich im Detail. In Nieder-Erlenbach befindet sich der Trauerhain beispielsweise auf einer Streuobstwiese mit hochstämmigen Zierobstbäumen. In Harheim liegt das neue Grabfeld an einer Blühwiese und verbindet verschiedene Jung- und Bestandsbäume miteinander.

Wie erfolgt die Auswahl einer Grabstätte?

Für den Erwerb der Wahlgrabstätten im neuen Trauerhain ist nach Angaben des Frankfurter Grünflächenamts die Friedhofsverwaltung auf dem Parkfriedhof Heiligenstock zuständig. Sie ist unter 069 / 212-38506 oder 069 / 212-34972 sowie per E-Mail an friedhofsverwaltung.ost@stadt-frankfurt.de erreichbar.

Wer eine Baumbestattung in Harheim plant, sollte frühzeitig klären, welcher Baum infrage kommt, welche Grabart gewünscht ist und wie die Trauerfeier gestaltet werden soll. Gerade bei einer Feuerbestattung sind mehrere Schritte zu koordinieren: die Überführung, die Einäscherung, die Auswahl der Urne, die Terminabstimmung und die Beisetzung auf dem Friedhof.

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Quellen

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Fragen & Antworten

Seit wann gibt es die Baumbestattung auf dem Friedhof Frankfurt-Harheim?

Wie viele Bäume und Grabstätten gibt es im neuen Trauerhain?

Welche Baumarten gibt es in Harheim?

Ist eine individuelle Grabpflege bei der Baumbestattung möglich?

Wie hoch ist die Grabgebühr für eine Urnenwahlgrabstätte im Trauerhain?

Wer ist für die Vergabe der Wahlgrabstätten in Harheim zuständig?