Friedhofsgebühren
Bayern
.
Holzkirchen
Neu

Friedhofsgebühren in Holzkirchen steigen 2026

Die Friedhofsgebühren in Holzkirchen steigen 2026 spürbar. Ein Erdgrab auf dem neuen Friedhof an der Thanner Straße soll laut aktuellem Bericht künftig bis zu 1.270 Euro kosten. Was Familien jetzt wissen sollten – und welche Kosten daneben entstehen.

Veröffentlicht am
August 12, 2026
Lesezeit: 5 Min.

Friedhofsgebühren in Holzkirchen: Die neuen Beträge

Die Friedhofsgebühren in Holzkirchen werden 2026 neu festgesetzt. Betroffen sind der alte Friedhof am Oskar-von-Miller-Platz und der neue Friedhof an der Thanner Straße. Der Marktgemeinderat beschloss die neuen Gebührensatzungen nach Angaben einer kommunalpolitischen Auswertung in seiner Sitzung am 9. Juni 2026. Die neuen Regelungen sollen für den Erhebungszeitraum bis 2029 gelten.

  • Friedhof und Grabart: Alter Friedhof: Erdgrab, bisher 750 €, künftig 890 €
  • Friedhof und Grabart: Alter Friedhof: Urnengrab, bisher 390 €, künftig 460 €
  • Friedhof und Grabart: Neuer Friedhof: Erdgrab, bisher 885 €, künftig 1.270 €
  • Friedhof und Grabart: Neuer Friedhof: Urnengrab, bisher 460 €, künftig 580 €

Die Beträge beziehen sich auf die jeweilige Grabnutzungsgebühr. Weitere Kosten, etwa für die Beisetzung, eine Trauerhalle, eine Urne oder die Grabgestaltung, können zusätzlich anfallen.

Besonders deutlich fällt die Veränderung am neuen Friedhof aus. Das Erdgrab steigt von 885 auf 1.270 Euro, eine Erhöhung um rund 43 Prozent. Am alten Friedhof fällt der Anstieg beim Erdgrab mit rund 19 Prozent geringer aus. Auch die Urnengrabgebühren steigen: am alten Friedhof um rund 18 Prozent, am neuen Friedhof um rund 26 Prozent.

Warum die Friedhofsgebühren steigen

Die Gemeinde begründet die Neuberechnung mit den tatsächlichen Kosten für Betrieb und Pflege der Friedhöfe. Ein von Holzkirchen beauftragtes Fachbüro kam zu dem Ergebnis, dass die bisherigen Gebühren die Aufwendungen nur zu einem vergleichsweise geringen Teil decken. Im Hauptausschuss wurde deshalb über höhere Kostendeckungsgrade beraten. Für den alten Friedhof war zunächst eine Deckung von 75 Prozent vorgesehen, für den neuen Friedhof an der Thanner Straße 50 Prozent.

Eine wichtige Rolle spielen dabei die laufenden Pflegearbeiten. Nach Angaben der Gemeinde verursachen unter anderem die Pflege der Wege und Flächen sowie der Unterhalt der Anlagen erhebliche Aufwendungen. Im Juni wurde die Entscheidung über die neuen Gebühren zunächst vertagt, weil Unstimmigkeiten im Zahlenmaterial aufgefallen waren.

Frühere Berichte nannten für den neuen Friedhof zunächst höhere Planwerte von 1.710 Euro für ein Erdgrab und 790 Euro für ein Urnengrab. Die nun berichteten Beträge von 1.270 beziehungsweise 580 Euro liegen darunter. Für Angehörige ist deshalb wichtig, zwischen früheren Vorschlägen und den tatsächlich geltenden Gebührensätzen zu unterscheiden.

Friedhofsgebühren sind nur ein Teil der Bestattungskosten

Friedhofsgebühren sind kommunale Abgaben. Sie werden von der jeweiligen Gemeinde oder dem Friedhofsträger festgelegt und können von Memovida nicht verändert werden. Sie sind jedoch nur eine Position auf der gesamten Bestattungsrechnung.

Hinzu kommen beispielsweise Leistungen des Bestattungsunternehmens, die Überführung, die Versorgung des Verstorbenen, Sarg oder Urne, die Beisetzung sowie gegebenenfalls Trauerfeier, Musik, Blumen, Grabmal und Grabpflege. Auch Aeternitas weist darauf hin, dass neben der Grabnutzungsgebühr weitere Gebühren für die Beisetzung und, je nach Bestattungsart, für die Trauerhalle anfallen können.

Für Familien bedeutet das: Selbst wenn eine Friedhofsgebühr feststeht, lohnt sich ein genauer Blick auf den Leistungsumfang des Bestatters. Transparente Festpreise helfen dabei, einzelne Positionen besser zu vergleichen und unerwartete Zusatzkosten zu vermeiden.

Welche Alternativen gibt es?

Eine Baumbestattung kann eine pflegearme und naturnahe Alternative zur klassischen Grabstätte sein. Sie ist jedoch nicht automatisch gebührenfrei. Auch bei Baumgräbern fallen häufig Nutzungs- und Beisetzungsgebühren an; die konkrete Höhe hängt vom jeweiligen Friedhof oder Bestattungswald ab.

Bei einer anonymen Urnenbestattung entfällt in der Regel ein persönlicher Grabstein. Die Gebühren für die Grabnutzung oder die Beisetzung können aber weiterhin bestehen. Eine anonyme Bestattung ist deshalb nicht grundsätzlich kostenlos.

Eine Seebestattung benötigt dagegen keine Grabstätte auf einem kommunalen Friedhof in Holzkirchen. Dadurch kann die konkrete Grabnutzungsgebühr vor Ort entfallen. Kosten für die Einäscherung, Überführung, die Reederei und die Beisetzung bleiben jedoch bestehen. Eine individuelle Prüfung ist daher auch hier sinnvoll.

Friedhofsgebühren können Sie nicht beeinflussen, die Kosten für die Bestattung selbst schon. Vergleichen Sie transparent und kostenlos, welche Leistungen in Ihrer Region wirklich benötigt werden und was eine Bestattung in Holzkirchen kosten kann.

→ Zum Preisrechner

Quellen

Fragen & Antworten

Wann hat der Marktgemeinderat Holzkirchen die neuen Friedhofsgebühren beschlossen?

Wie hoch ist die neue Gebühr für ein Erdgrab auf dem neuen Friedhof?

Was kostet ein Urnengrab auf dem neuen Friedhof?

Sind mit der Grabgebühr alle Bestattungskosten abgedeckt?

Ist eine Baumbestattung automatisch günstiger?

Kann Memovida die Friedhofsgebühren in Holzkirchen beeinflussen?