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Urnenstele Kulmbach: Das wurde 2026 erweitert

Auf dem Städtischen Friedhof in Kulmbach stehen nach der Erweiterung nun 22 Urnenstelen mit 332 Urnennischen. Die Stadt reagiert damit auf die Nachfrage nach einer würdevollen und pflegearmen Beisetzungsform und investiert rund 25.000 Euro in zwei neue Anlagen.

Veröffentlicht am
September 21, 2026
Lesezeit: 4 Min.

Die Urnenstele Kulmbach ist um zwei weitere Anlagen ergänzt worden. Auf dem Städtischen Friedhof stehen damit insgesamt 22 Urnenstelen mit 332 Urnennischen zur Verfügung. Die Stadt veröffentlichte die Erweiterung am 11. September 2026; auch Radio Plassenburg berichtete über die neuen Bestattungsplätze.

Urnenstele Kulmbach: Das wurde 2026 erweitert

Die beiden neuen Urnenstelen wurden auf dem städtischen Friedhof errichtet. Oberbürgermeister Dr. Ralf Hartnack besichtigte die neuen Anlagen gemeinsam mit der Verwaltungsrätin für Friedhofsanlagen, der Friedhofsverwaltung und dem städtischen Bauhof.

Nach Angaben der Stadt besteht das Angebot an Urnenstelen bereits seit 2010 und wird nun bedarfsgerecht ausgebaut. Die Stadt möchte in den kommenden Jahren weitere Stelen errichten, wenn die Nachfrage dies erforderlich macht. Für Angehörige bedeutet die Erweiterung vor allem: Es gibt mehr Auswahl bei einer oberirdischen Urnenbeisetzung mit namentlich gekennzeichnetem Erinnerungsort.

Die Investition für die beiden neuen Urnenstelen beläuft sich auf rund 25.000 Euro. Das unmittelbare Umfeld wurde durch den städtischen Bauhof gestaltet. Die Flächen wurden eingefasst und mit Natursteinpflaster befestigt.

Welche Möglichkeiten bietet eine Urnenstele?

Eine Urnennische kann in Kulmbach zunächst für zehn Jahre erworben werden. Nach Ablauf dieser Nutzungszeit besteht grundsätzlich die Möglichkeit, das Nutzungsrecht zu verlängern. Auf der zugehörigen Platte können der Name sowie Geburts- und Sterbedaten der verstorbenen Person angebracht werden. Damit bleibt die Ruhestätte persönlich zugeordnet und für Angehörige auffindbar.

Die städtische Friedhofssatzung führt Urnengrabfächer in Stelen als eigene Grabart. Für die Beschriftung der Schriftplatte trägt der Nutzungsberechtigte die Kosten. Eine weitergehende Ausschmückung ist nach der veröffentlichten Satzung nicht vorgesehen. Das macht eine Urnenstele für viele Familien zu einer pflegearmen Alternative zu einem bepflanzten Erdgrab: Die konkreten Vorgaben sollten jedoch vor der Entscheidung mit der Friedhofsverwaltung besprochen werden.

Neben den Stelen nennt die Stadt weitere Formen der Urnenbeisetzung: eine Urnenbestattung mit Namensplatte in einer eigens dafür vorgesehenen Wiesenfläche sowie anonyme Bestattungen in der Wiese oder in einer Sammelgruft. Angehörige können damit zwischen einem persönlichen, gekennzeichneten Gedenkort und einer anonymen Lösung wählen.

Für wen stehen die Plätze offen?

Die städtische Friedhofssatzung sieht die Friedhöfe insbesondere als Ruhestätte für verstorbene Einwohnerinnen und Einwohner der Stadt Kulmbach vor. Darüber hinaus bestehen weitere Zugangsmöglichkeiten, etwa bei einem bereits vorhandenen Nutzungsrecht oder in besonderen Einzelfällen mit Genehmigung. Ob eine konkrete Urnennische verfügbar ist, entscheidet die Friedhofsverwaltung anhand des Belegungsplans.

Friedhofsgebühren und Bestattungskosten getrennt betrachten

Die rund 25.000 Euro für die neuen Stelen sind eine Investition der Stadt Kulmbach. Dieser Betrag ist nicht die Gebühr, die eine Familie für die Nutzung einer einzelnen Urnennische bezahlt.

In der auf der Internetseite der Stadt veröffentlichten Gebührensatzung ist für das Nutzungsrecht an einer Urnennische in einer Urnenstele ein Betrag von 487 Euro für zehn Jahre vorgesehen. Eine Verlängerung um jeweils fünf weitere Jahre wird dort mit 243 Euro ausgewiesen. Zusätzlich fällt für die Urnenbeisetzung selbst eine Gebühr von 47 Euro an. Die Kosten für die Beschriftung der Platte kommen nach der Friedhofssatzung gesondert hinzu.

Davon unabhängig sind die Kosten der eigentlichen Bestattung. Dazu können beispielsweise die Überführung, die Versorgung der verstorbenen Person, die Einäscherung im Krematorium, die zweite Leichenschau, Dokumente, die Urne und eine Trauerfeier gehören. Welche Leistungen enthalten sind, hängt vom gewählten Bestattungsunternehmen und vom Umfang des Abschieds ab.

Für Familien ist es deshalb sinnvoll, sich ein Angebot geben zu lassen, in dem drei Bereiche nachvollziehbar getrennt sind: die Friedhofsgebühren der Stadt, die Gebühren für die Urnenbeisetzung und die Leistungen des Bestatters.

Was Sie vor der Entscheidung klären sollten

Vor dem Erwerb einer Urnennische empfiehlt sich ein Gespräch mit der Friedhofsverwaltung. Dabei können Sie die aktuelle Verfügbarkeit, die genaue Laufzeit, die Möglichkeiten der Verlängerung und die Vorgaben für die Beschriftung klären. Auch die Frage, ob eine persönliche Trauerfeier am Friedhof oder an einem anderen Ort stattfinden soll, sollte frühzeitig besprochen werden.

Eine Urnenstele verbindet einen festen Ort des Gedenkens mit einem überschaubaren Pflegeaufwand. Sie ist damit eine Möglichkeit für Menschen, die eine Feuerbestattung wünschen, aber nicht auf eine namentlich gekennzeichnete Ruhestätte verzichten möchten.

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Quellen

Fragen & Antworten

Wie viele Urnenstelen gibt es jetzt auf dem Städtischen Friedhof Kulmbach?

Wie lange kann eine Urnennische in Kulmbach erworben werden?

Was kostet das Nutzungsrecht an einer Urnenstele?

Sind die rund 25.000 Euro für die neuen Stelen eine Gebühr für Angehörige?

Kann die Urnenstele namentlich gekennzeichnet werden?

Welche weiteren Urnenbestattungen gibt es auf dem Friedhof?