Baumbestattung
Bayern
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Welden, Landkreis Augsburg
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Welden plant Waldfriedhof im Landkreis Augsburg

In Welden im Landkreis Augsburg steht ein Waldfriedhof als neue Möglichkeit für naturnahe Bestattungen im Raum. Noch sind weder Standort noch Zeitplan öffentlich bestätigt. Für Familien ist deshalb wichtig, zwischen dem politischen Vorhaben und einem bereits nutzbaren Bestattungsplatz zu unterscheiden.

Veröffentlicht am
August 12, 2026
Lesezeit: 4 Min.

Waldfriedhof in Welden: Was bisher bekannt ist

Ein Waldfriedhof in Welden ist nach einem Bericht der Augsburger Allgemeinen vom 7. August 2026 geplant. Die Meldung ordnet Welden als erste Gemeinde im Landkreis Augsburg mit einem solchen Vorhaben ein. Für die praktische Umsetzung sind jedoch noch wichtige Fragen offen: Ein konkreter Standort und ein verbindlicher Zeitplan konnten in den öffentlich zugänglichen Unterlagen bislang nicht bestätigt werden.

Auf der Internetseite des Marktes Welden sind derzeit weiterhin die Friedhofs- und Bestattungssatzung für die Friedhöfe Welden und Reutern sowie die dazugehörigen Gebühren veröffentlicht. Die Satzung für die bestehenden Friedhöfe trat am 3. Juni 2022 in Kraft. Ein eigener Natur- oder Waldfriedhof ist darin noch nicht als Friedhofsteil ausgewiesen.

Für Angehörige bedeutet das: Der geplante Waldfriedhof ist nach aktuellem Stand noch kein nutzbarer Bestattungsplatz. Erst wenn Standort, Trägerschaft, Gestaltung, Gebühren und die notwendigen Genehmigungen feststehen, können dort konkrete Grabstätten vergeben werden.

Was ein Bestattungswald in Bayern rechtlich bedeutet

Im allgemeinen Sprachgebrauch werden die Begriffe Waldfriedhof, Bestattungswald und Naturfriedhof teilweise ähnlich verwendet. Nach den bayerischen Vorgaben handelt es sich bei einem Naturfriedhof jedoch nicht einfach um ein Waldgrundstück mit Urnen. Das Gelände muss als Friedhof gewidmet und öffentlich-rechtlich getragen werden. Die Gemeinde oder ein anderer öffentlich-rechtlicher Träger bleibt für die Friedhofsaufgaben verantwortlich.

In einem Naturfriedhof sind grundsätzlich Urnenbeisetzungen vorgesehen, etwa an der Wurzel eines Baumes. Eine Einfriedung muss das Gelände als geschützte Ruhestätte erkennbar machen. Auch Regeln zu Namenszeichen, Grabschmuck und Pflege können von der Gemeinde festgelegt werden.

Für die Planung sind außerdem baurechtliche und waldrechtliche Fragen zu klären. Die bayerische Bestattungsbekanntmachung nennt für Naturfriedhöfe im Außenbereich eine erforderliche Bauleitplanung. Bei Flächen im Wald kann zusätzlich eine Rodungserlaubnis notwendig sein, auch dann, wenn keine Bäume gefällt werden.

Warum Standort und Zugang wichtig sind

Ein Waldfriedhof soll naturnah wirken, muss aber für Angehörige erreichbar und sicher sein. Dazu gehören beispielsweise Wege, Parkmöglichkeiten, eine würdige Möglichkeit für Abschiede und Regelungen für Menschen mit eingeschränkter Mobilität.

Auch die Frage, wie Angehörige den Ort später besuchen können, ist wesentlich. Manche Familien wünschen einen persönlich gekennzeichneten Baum oder eine Namenstafel. Andere bevorzugen eine möglichst zurückhaltende Gestaltung ohne sichtbaren Grabschmuck. Welche Form in Welden vorgesehen ist, steht noch nicht fest.

Gebühren für den geplanten Waldfriedhof sind noch offen

Die derzeit veröffentlichte Gebührensatzung des Marktes Welden bezieht sich auf die bestehenden Friedhöfe in Welden und Reutern. Sie nennt unter anderem 800 Euro für eine Aschestätte, 80 Euro für eine Urnenbestattung und eine jährliche Friedhofspflegegebühr von 50 Euro je Grab. Diese Beträge sind nicht automatisch Preise für einen künftig möglichen Waldfriedhof. Dafür wäre eine eigene Regelung oder eine entsprechende Ergänzung der Gebührensatzung erforderlich.

Für Familien ist es deshalb sinnvoll, bei Kostenvergleichen genau hinzusehen. Bei einer Baumbestattung können neben dem Grab- oder Nutzungsrecht weitere Kosten entstehen, etwa für die Einäscherung, die Überführung, eine Trauerfeier und die organisatorische Begleitung. Verbindliche Preise für Welden lassen sich derzeit nicht nennen.

Erfahrungen aus der Stadt Augsburg

Auch in Augsburg wird eine naturnahe Bestattungsmöglichkeit geplant. Die Stadt möchte im Bereich einer Forstfläche südwestlich des Gutes Wellenburg einen Naturfriedhof mit Bestattungsbäumen und einem Andachtspavillon schaffen. Die Umsetzung ist in zwei Abschnitten vorgesehen.

Der Planungsprozess zeigt, dass ein Naturfriedhof mehrere formelle Schritte umfasst. Der Augsburger Stadtrat beschloss die Änderung des Flächennutzungsplans am 25. April 2024. Nach weiteren Beteiligungs- und Prüfungsverfahren wurde die Änderung am 14. November 2025 rechtswirksam.

Für Welden lässt sich daraus kein konkreter Zeitplan ableiten. Das Beispiel macht aber deutlich, warum zwischen einer ersten politischen Ankündigung und der tatsächlichen Eröffnung eines Waldfriedhofs Zeit vergehen kann.

Baumbestattung in Ruhe vorbereiten

Wer sich eine letzte Ruhestätte in der Natur wünscht, muss nicht auf einen bestimmten neuen Friedhof warten, um die eigenen Vorstellungen festzuhalten. In einer Vorsorge können Sie beispielsweise festlegen, ob eine Feuerbestattung gewünscht ist, welche Art von Abschied Ihnen entspricht und wer später Entscheidungen treffen soll.

Wenn Sie im Raum Augsburg eine Baumbestattung erwägen, beraten wir Sie gern zu den Möglichkeiten, den Abläufen und den zu erwartenden Kosten. In einem kostenlosen Gespräch können Sie Ihre Wünsche in Ruhe sortieren, unabhängig davon, ob der geplante Waldfriedhof in Welden bereits eröffnet ist.

Quellen

Fragen & Antworten

Ist der Waldfriedhof in Welden bereits eröffnet?

Wo soll der Waldfriedhof in Welden entstehen?

Welche Bestattungsart ist in einem Naturfriedhof möglich?

Sind die Gebühren für den Waldfriedhof in Welden schon bekannt?

Welche Voraussetzungen muss eine Gemeinde für einen Naturfriedhof erfüllen?

Kann ich eine Baumbestattung schon heute in meiner Vorsorge festhalten?