Bestattungsvorsorge: Die häufigsten Fragen einfach beantwortet

Von Katia Lübbert
May 28, 2026

Das Wichtigste auf einen Blick

Eine Bestattungsvorsorge ist eine zu Lebzeiten getroffene Vereinbarung, in der Sie Ihre eigene Bestattung planen und finanziell absichern. Sie entlastet Ihre Angehörigen organisatorisch und finanziell und stellt sicher, dass Ihre Wünsche später respektiert werden.

In diesem Ratgeber beantworten wir die häufigsten Fragen rund um das Thema: Wie sie funktioniert, was sie kostet, wie Sie sie absichern, ob sie vor dem Sozialamt geschützt ist und worauf Sie beim Vertrag achten sollten. Konkret, ohne Werbesprache, mit echten Zahlen.

Was ist eine Bestattungsvorsorge?

Eine Bestattungsvorsorge ist die zu Lebzeiten getroffene Regelung Ihrer eigenen Bestattung. Sie halten Ihre Wünsche zur Bestattungsart, zum Beisetzungsort und zur Trauerfeier verbindlich fest und sichern die späteren Kosten finanziell ab. So vermeiden Sie, dass Ihre Angehörigen im Trauerfall unter Zeitdruck Entscheidungen treffen oder die Kosten allein tragen müssen.

Die Vorsorge besteht meist aus zwei Bausteinen: einem Bestattungsvorsorgevertrag mit einem Bestatter und einer finanziellen Absicherung über ein Treuhandkonto oder eine Sterbegeldversicherung. Mehr zu beiden Elementen finden Sie auf unserer Übersichtsseite zur Bestattungsvorsorge.

Wichtig ist die Abgrenzung zur reinen Bestattungsverfügung: Eine Verfügung hält nur Ihre Wünsche fest, regelt aber keine Kosten. Erst die Kombination aus Vertrag und finanzieller Absicherung macht Ihre Planung verbindlich und entlastet Ihre Familie tatsächlich.

Wie funktioniert eine Bestattungsvorsorge?

Die Vorsorge wird in vier Schritten geregelt. Der Ablauf ist überschaubar und Sie können sich Zeit nehmen — der Vertrag selbst kostet nichts und ist unverbindlich, solange er nicht unterschrieben ist.

  1. Wünsche klären. Sie überlegen, wie Sie bestattet werden möchten: Feuer-, Erd-, Baum- oder Seebestattung, anonym oder mit Trauerfeier, klassisch oder individuell.
  2. Vertrag aufsetzen. Im Bestattungsvorsorgevertrag werden Ihre Wünsche, die Leistungen des Bestatters und die voraussichtlichen Kosten schriftlich festgehalten.
  3. Finanzierung wählen. Sie entscheiden, ob Sie die Kosten als Einmalzahlung auf ein Treuhandkonto einzahlen oder über monatliche Beiträge in eine Sterbegeldversicherung einzahlen.
  4. Angehörige informieren. Sie hinterlegen die Unterlagen an einem zugänglichen Ort und teilen einer Vertrauensperson mit, wo sie zu finden sind.

Im Sterbefall reicht ein Anruf beim Bestatter. Alles Weitere läuft entlang dessen, was Sie zu Lebzeiten festgelegt haben.

Was kostet eine Bestattungsvorsorge?

Der Vorsorgevertrag selbst ist kostenlos. Bezahlt werden nur die später erbrachten Leistungen — also die eigentlichen Bestattungskosten, die Sie heute schon festschreiben. Diese liegen in Deutschland je nach Bestattungsart grob zwischen 2.150 € und 7.500 €.

Eine Übersicht, was Erd-, Feuer-, Baum- und Seebestattung tatsächlich kosten, finden Sie in unserem Ratgeber zu den Beerdigungskosten in Deutschland. Bei Memovida arbeiten wir mit transparenten Festpreisen und Pakete für alle Bestattungsarten — auf unserer Seite zu unseren transparenten Festpreisen und Paketen sind die Beträge offen einsehbar.

Lediglich die Kosten für den Beisetzungsort lassen sich nicht überall fest fixieren, weil die Friedhofsgebühren regional unterschiedlich sind. Wenn Sie monatlich statt einmalig zahlen möchten, ist auch eine Ratenzahlung bis zu 36 Monate möglich.

Wie kann ich die Vorsorge finanziell absichern?

Für die finanzielle Absicherung gibt es zwei bewährte Wege: das Treuhandkonto und die Sterbegeldversicherung. Beide haben unterschiedliche Stärken — welche Lösung zu Ihnen passt, hängt vor allem davon ab, ob Sie eine Einmalzahlung oder monatliche Beiträge bevorzugen.

Form Wie es funktioniert Stärke Zu beachten
Treuhandkonto Einmalzahlung auf ein zweckgebundenes Konto, das von einer unabhängigen Treuhand verwaltet wird Geschützt vor Zugriff Dritter, Zinsen möglich, sofort voll abgesichert Gesamtbetrag muss auf einmal verfügbar sein
Sterbegeldversicherung Monatliche Beiträge an einen Versicherer, der im Sterbefall die festgelegte Summe auszahlt Auch mit kleinen Beträgen umsetzbar, planbare Monatsraten Sperrfristen meist 24–36 Monate bei natürlichem Tod beachten
Einmalzahlung an den Bestatter Direkte Überweisung an das Bestattungsinstitut Einfach Nicht insolvenzgeschützt – von uns nicht empfohlen

Die Einmalzahlung auf ein Treuhandkonto ist sinnvoll, wenn Sie den Gesamtbetrag heute schon verfügbar haben — Sie sind dann sofort vollständig abgesichert und der Betrag liegt zweckgebunden bereit. Die Sterbegeldversicherung ist die bessere Wahl, wenn Sie monatlich vorsorgen möchten oder den Gesamtbetrag nicht auf einmal aufbringen wollen.

Welche Variante in welcher Situation sinnvoll ist, erklären wir ausführlich auf unserer Seite mit Treuhandkonto und Sterbegeldversicherung im Vergleich.

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Ist die Vorsorge vor dem Sozialamt geschützt?

Ja, eine angemessene Bestattungsvorsorge gilt als sogenanntes Schonvermögen und ist bei der Bewilligung von Sozialleistungen oder Bürgergeld geschützt. Das gilt sowohl für ein Treuhandkonto als auch für eine zweckgebundene Sterbegeldversicherung.

Entscheidend ist das Wort „angemessen". Geschützt sind die Kosten für eine ortsübliche, würdige Bestattung — in der Regel die Bestatterleistung plus die Kosten für die Grabnutzung. Auf Beträge, die deutlich darüber hinausgehen, kann das Sozialamt unter Umständen zugreifen.

Wer keine eigene Vorsorge getroffen hat und keine zahlungsfähigen Angehörigen mehr hat, kann unter bestimmten Voraussetzungen eine Sozialbestattung durch das Sozialamt erhalten. Ein eigener Vorsorgevertrag ist aber meist die bessere Lösung, weil er Ihre Wünsche schützt.

Häufig gestellte Fragen zur Bestattungsvorsorge

Ist die Bestattungsvorsorge steuerlich absetzbar?

Beiträge zu einer Sterbegeldversicherung können in der Steuererklärung als sonstige Vorsorgeaufwendungen geltend gemacht werden, allerdings nur, wenn der gemeinsame Höchstbetrag mit der Krankenversicherung noch nicht ausgeschöpft ist — was bei den meisten Arbeitnehmern der Fall ist. Eine Einmalzahlung auf ein Treuhandkonto ist nicht absetzbar. Für die Angehörigen im Sterbefall können die tatsächlichen Bestattungskosten unter bestimmten Voraussetzungen als außergewöhnliche Belastung in der Steuererklärung berücksichtigt werden.

Kann ich meinen Bestattungsvorsorgevertrag kündigen oder ändern?

Ja. Solange Sie leben, können Sie den Vertrag jederzeit ändern — etwa wenn sich Ihre Wünsche zur Bestattungsart oder zum Beisetzungsort entwickeln. Eine Kündigung ist ebenfalls möglich; bei einer Sterbegeldversicherung gelten die Bedingungen des jeweiligen Tarifs, beim Treuhandkonto wird der hinterlegte Betrag zurückgezahlt, gegebenenfalls abzüglich anfallender Gebühren. Worauf Sie beim Vertrag besonders achten sollten, erklären wir in unserem Ratgeber worauf Sie beim Bestattungsvorsorgevertrag achten sollten.

Was passiert, wenn das Bestattungsunternehmen schließt?

Ihr eingezahltes Geld ist in beiden Fällen geschützt: Das Treuhandkonto wird von einer unabhängigen Treuhandgesellschaft verwaltet und ist insolvenzfest, die Sterbegeldversicherung läuft beim Versicherer und nicht beim Bestatter. Sie oder Ihre Angehörigen können einen anderen Bestatter beauftragen, der die Leistungen übernimmt. Wichtig ist deshalb, dass Sie Ihre Vorsorge nicht direkt beim Bestattungsinstitut zahlen, sondern über eine der beiden abgesicherten Formen.

Unsere Standorte

Wir sind im Ernstfall für Sie 7 Tage die Woche und 24 Stunden am Tag telefonisch erreichbar. Unsere Bestattungsleistungen bieten wir deutschlandweit an, mit Hauptsitz in Berlin:

Kann ich die Vorsorge übertragen, wenn ich umziehe?

In der Regel ja. Die finanzielle Absicherung über Treuhandkonto oder Sterbegeldversicherung ist nicht an einen bestimmten Bestatter gebunden — Sie können den Vertrag also bei einem Wechsel auf ein anderes Unternehmen übertragen lassen. Bei Memovida ist die deutschlandweite Übernahme bereits eingeplant: Wir arbeiten überregional mit lokalen Partnern und können Bestattungen bundesweit zum gleichen Festpreis durchführen.

Was ist der Unterschied zwischen Bestattungsvorsorge und Sterbegeldversicherung?

Die Bestattungsvorsorge ist das Gesamtpaket aus inhaltlicher Planung (welche Bestattung, welche Trauerfeier, welcher Ort) und finanzieller Absicherung. Die Sterbegeldversicherung ist nur eine von mehreren Möglichkeiten, den finanziellen Teil abzusichern — sie zahlt im Sterbefall eine festgelegte Summe aus, regelt aber keine Bestattungswünsche. Ohne den passenden Bestattungsvorsorgevertrag bleibt es Ihren Angehörigen überlassen, wie die Bestattung gestaltet wird.

Brauche ich zusätzlich eine Bestattungsverfügung oder Patientenverfügung?

Das sind drei verschiedene Dokumente, die unterschiedliche Lebensphasen abdecken. Die Patientenverfügung regelt medizinische Entscheidungen zu Ihren Lebzeiten, etwa welche Behandlungen Sie ablehnen. Die Vorsorgevollmacht bestimmt, wer für Sie entscheiden darf, wenn Sie es selbst nicht mehr können. Der Bestattungsvorsorgevertrag regelt, was nach Ihrem Tod passiert. Eine ausführliche Anleitung, wie Sie Ihre Angehörigen entlasten, finden Sie auf unserer Vorsorge-Seite. Sinnvoll ist es, alle drei Dokumente zu kennen und nach Bedarf zu erstellen — sie ergänzen sich gegenseitig.

Wann sollte ich mit der Vorsorge beginnen?

Es gibt keinen falschen Zeitpunkt, aber drei sinnvolle Anlässe: rund um den Renteneintritt, bei einer schweren Diagnose oder wenn die eigenen Eltern verstorben sind und Sie das Thema bewusst wahrnehmen. Frühe Vorsorge hat den Vorteil, dass Sie Preise zum heutigen Stand fixieren und nicht unter Zeitdruck entscheiden müssen. Auch finanziell ist eine frühzeitige Sterbegeldversicherung günstiger, weil die monatlichen Beiträge mit zunehmendem Alter steigen.

Sie haben weitere Fragen oder möchten Ihre Vorsorge in Ruhe regeln? Sie können sich hier ein kostenfreies Angebot erstellen oder Ihre Vorsorge in 15 Minuten kostenfrei im Vorsorge-Portal planen — Patientenverfügung, Vorsorgevollmacht, Bestattungswünsche und finanzielle Absicherung an einem Ort. In jedem Fall beraten wir Sie unverbindlich und nehmen uns Zeit für Ihre Fragen.

Artikel von

Katia Lübbert Mitgründerin & Geschäftsführerin

Katia hat über 20 Jahre lang im Marketing großer Unternehmen gearbeitet, bevor sie Memovida mitgegründet hat. Heute erzählt sie die Geschichte der Bestattung neu – persönlicher, menschlicher und ohne Floskeln. Der Tod gehört für sie zum Leben dazu, und genau so möchte sie ihn auch vermitteln.

Was unsere Kunden über uns sagen

Google Bewertung Memovida

Der Service von Memovida war erstklassig: aufmerksam,
sachkundig und reaktionsschnell und berät ausländische Kunden zu
deutschen Gepflogenheiten. Die Mitarbeiter waren schnell erreichbar
und ich habe auf alle meine Fragen eine Antwort bekommen.
Herzlichen Dank insbesondere an Herrn Manuel Kaiser.

Pertti H.

Vielen Dank Frau Haan, ich war nicht in der Lage mich anderweitig um die Beisetzung meines geliebten Mannes zu kümmern. Was da alles auf einen hereinbricht und was man alles bewältigen muss. Plötzlich steht man ganz alleine da aber Dank von Frau Haan habe ich die schwerste Zeit in meinen Leben bewältigt. Die Trauerfeier war sehr emotional und Danke auch für Die Trauerrednerin. Auch mein Wusch nach der Ruhestätte wurde
erfüllt. Man kann ihnen gar nicht genug Danken so einfühlsam wie sie in dieser schweren Zeit für mich waren.
Alles liebe für Sie.
Mit freundlichen Gruß

Ursula Z.

In einer für mich schwierigen Phase war Ihr Unternehmen mit außerordentlichem Engagement,
absoluter Zuverlässigkeit sowie kompetenter Ausführung und exakter Einhaltung aller
getroffenen Zusagen für mich eine unverzichtbare Stütze und Hilfe.
Insbesondere möchte ich Ihnen, liebe Fr. Lübbert, für Ihre Empathie, die einfühlsame
Herzlichkeit, das Verständnis für jedes Detail und für alles was Sie für mich getan und
umgesetzt haben größten Dank und höchste Anerkennung aussprechen.
Sie waren einfach immer da!
Ihr Unternehmen wird mit der gelebten, konsequenten Kundenorientierung großen Erfolg
haben, dem können Sie sich sicher sein.

Reinhard W.

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