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Neue Bestattungsarten am Waldfriedhof Wissen

Der Waldfriedhof Wissen soll neue Bestattungsarten erhalten: einen Generationenbaum, ein Sternenkinderfeld, ein Aschestreufeld ab 200 Euro und weitere Formen. Beide zuständigen Ausschüsse stimmten dem Konzept zu; die Entscheidung des Stadtrats ist für den 24. September 2026 vorgesehen.

Veröffentlicht am
September 21, 2026
Lesezeit: 5 Min.

Neue Bestattungsarten für den Waldfriedhof Wissen

In Wissen sollen künftig mehr Bestattungsarten zur Auswahl stehen. Das geplante Konzept für den Waldfriedhof sieht unter anderem einen Generationenbaum, ein Sternenkinderfeld, ein Aschestreufeld ab 200 Euro sowie neue Möglichkeiten für Erd- und Tuchbestattungen vor. Die Planungen sind noch nicht endgültig beschlossen: Der Stadtrat soll am 24. September 2026 über das Konzept abstimmen.

Die zuständigen Ausschüsse der Stadt Wissen haben dem Verwaltungsvorschlag bereits einstimmig zugestimmt. Vorausgegangen war eine rund einjährige Vorbereitung durch Bauamt, Friedhofsverwaltung, Bauhof und Finanzen. Neben der Neugestaltung der Grabfelder wurden auch die Gebühren wirtschaftlich neu kalkuliert.

Diese Bestattungsarten sind in Wissen geplant

Generationenbaum und Baumbestattung

Als neue Grabart ist ein „Generationenbaum“ vorgesehen. Damit soll die naturnahe Baumbestattung stärker auf dem kommunalen Waldfriedhof verankert werden. Der Baum steht dabei im Mittelpunkt der Grabgestaltung und verbindet eine persönliche Ruhestätte mit dem parkartigen Charakter der Anlage.

Für Familien, die eine naturnahe und zugleich wohnortnahe Lösung suchen, kann diese Form grundsätzlich interessant sein. Wie genau die Nutzungsrechte, die Gestaltung und die Gebühren des Generationenbaums geregelt werden, soll sich aus der endgültigen Friedhofs- und Gebührensatzung ergeben.

Sternenkinderfeld

Geplant ist außerdem ein eigenes Grabfeld für Sternenkinder. Ein solcher Ort kann Familien einen geschützten und würdevollen Platz des Abschieds geben. Im derzeit veröffentlichten Konzept werden jedoch noch keine weiteren Einzelheiten zur Gestaltung oder zu den konkreten Gebühren genannt.

Aschestreufeld ab 200 Euro

Das geplante Aschestreufeld soll nach den aktuellen Plänen ab 200 Euro angeboten werden. Damit wäre diese Bestattungsform eine vergleichsweise niedrig angesetzte Möglichkeit auf dem Waldfriedhof. Wichtig ist: Der Betrag stammt aus der derzeitigen Planung und ist zum Recherchezeitpunkt noch keine endgültig beschlossene Gebühr.

Das neue rheinland-pfälzische Bestattungsgesetz hat den rechtlichen Rahmen für verschiedene Formen des Abschieds erweitert. Es trat am 27. September 2025 in Kraft. Unter bestimmten Voraussetzungen sind seither unter anderem neue Formen des Umgangs mit Totenasche möglich.

Erdwiesengräber und Tuchbestattungen

Für Erdwiesengräber ist ein einheitlich gestaltetes Areal mit einem Grabkammersystem vorgesehen. Die Stadt möchte dadurch die Gestaltung ordnen und die Pflege der Flächen besser planbar machen. Für die geplanten Grabstätten wird im Konzept eine Liegezeit von 20 Jahren genannt.

Auch Tuchbestattungen sollen künftig möglich werden. Nach Angaben des AK-Kuriers soll diese Form unabhängig von religiösen Motiven angeboten werden. Damit könnte der Waldfriedhof auch Menschen ansprechen, die eine schlichte und kulturell oder religiös nicht festgelegte Bestattung wünschen.

Eigenes Areal für Tierbestattungen

Am äußeren Rand des Waldfriedhofs ist ein Bereich für Tierbestattungen mit separatem Zugang vorgesehen. Dort sollen Tierurnen für eine Liegezeit von drei Jahren beigesetzt werden können. Zusätzlich ist eine sogenannte „Taschengeldbestattung“ für kleinere Heimtiere geplant.

Auch dieses Angebot befindet sich noch in der Konzeptphase. Die Veröffentlichung nennt bislang keine konkreten Preise oder weiteren Voraussetzungen. Für Tierhalterinnen und Tierhalter bleibt daher abzuwarten, wie die Stadt das Angebot rechtlich und organisatorisch ausgestaltet.

Parkcharakter und neue Gebühren

Trotz der geplanten Veränderungen soll der naturnahe und parkartige Charakter des Waldfriedhofs erhalten bleiben. Vorgesehen sind unter anderem zusätzliche Sitzmöglichkeiten, sofern die neuen Angebote ausreichend angenommen werden. Der Friedhof soll damit nicht nur ein Ort der Bestattung, sondern auch ein generationenübergreifender Ort der Ruhe und des Gedenkens bleiben.

Für Familien ist vor allem wichtig, zwischen den Kosten für die Grabstätte und den weiteren Bestattungskosten zu unterscheiden. Zu Letzteren können beispielsweise die Überführung, die Einäscherung, eine Trauerfeier, die Urne oder zusätzliche kommunale Gebühren gehören. Die geplante Angabe von 200 Euro bezieht sich nach derzeitigem Stand auf das Aschestreufeld und nicht auf eine komplette Bestattung.

Wer bereits zu Lebzeiten Wünsche festlegen möchte, sollte die gewünschte Bestattungsart möglichst konkret in einer Vorsorgeplanung festhalten. Dabei können auch Fragen zur Grabpflege, zur Trauerfeier und zur Finanzierung besprochen werden.

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Quellen

Fragen & Antworten

Sind die neuen Bestattungsarten in Wissen bereits beschlossen?

Was soll das geplante Aschestreufeld in Wissen kosten?

Welche Bestattungsarten sind auf dem Waldfriedhof geplant?

Wie lange soll die Liegezeit bei Tierbestattungen betragen?

Was bedeutet die Änderung des Bestattungsgesetzes in Rheinland-Pfalz?

Kann ich eine gewünschte Bestattungsart schon heute in der Vorsorge festhalten?