Online-Alternativen: Todesanzeige im Internet aufgeben
Online-Alternativen sind in den letzten Jahren stark gewachsen und oft deutlich günstiger als Print. Sie haben drei sinnvolle Wege:
- Trauerportale der Zeitungen (z. B. trauer.merkur.de, trauer.tagesspiegel.de): Anzeige im Stil der Print-Ausgabe, häufig mit Kondolenzbuch, Gedenkkerze und Foto. Kosten: meist 30–80 Euro für eine reine Online-Anzeige.
- Spezialisierte Gedenkseiten (z. B. gedenkseiten.de, gedenkkerzen.de): eigene Seite mit Foto, Lebensgeschichte, Kondolenzfunktion. Häufig mit kostenloser Basisversion, kostenpflichtigen Erweiterungen.
- Eigene Lösung (Familien- oder Vereins-Website, geschlossene Social-Media-Gruppe): volle Kontrolle, keine Plattformkosten – aber Sie müssen die Reichweite selbst herstellen.
Eine Online-Anzeige hat praktische Vorteile: Sie ist sofort sichtbar, beliebig lange abrufbar, leicht zu teilen und erreicht auch Bekannte im Ausland. Viele Plattformen erlauben Kondolenzen, Gedenkkerzen und das Hochladen von Fotos – das schafft einen geteilten Ort der Trauer, den die gedruckte Zeitung nicht ersetzen kann.
Der Nachteil: In ländlichen Regionen und bei älteren Trauergästen erreicht eine reine Online-Anzeige nicht jeden. Hier ist eine Kombination aus Print und Online oft sinnvoll.
Inhalt und Aufbau einer Todesanzeige
Eine klassische Trauer- bzw. Todesanzeige folgt meist diesem Aufbau:
- Trauerspruch oder kurzes Zitat (optional, oft am Anfang)
- Name und Lebensdaten der verstorbenen Person (häufig zentral und in größerer Schrift)
- Persönliche Worte der Angehörigen – kurze Erinnerung, Ausdruck der Trauer
- Namen der trauernden Hinterbliebenen
- Wohnort und Sterbedatum
- Hinweise zur Trauerfeier: Ort, Datum, Uhrzeit; ggf. Wünsche zu Blumen oder Spenden
Halten Sie sich am Inhalt kurz und konkret. Wenige, sorgfältig gewählte Worte wirken stärker als lange Texte. Wenn Sie einen Trauerspruch suchen, finden Sie eine Auswahl in unserem Ratgeber zu passende Trauersprüche für eine Todesanzeige.
Persönlich werden darf der Text – aber er ist nicht der Ort für sehr Privates. Für eine ausführliche Würdigung eignet sich besser ein Nachruf auf einer Gedenkseite oder eine Trauerrede zur Trauerfeier.
Schritt für Schritt: So geben Sie eine Todesanzeige auf
So sieht der Ablauf typischerweise aus, ob Print oder Online:
- Zeitung oder Portal auswählen – meist die Lokalzeitung des Wohnorts der verstorbenen Person, ergänzend ein Online-Portal.
- Größe und Format festlegen – orientiert an Budget und gewünschter Wirkung.
- Text schreiben – Trauerspruch, Daten, persönliche Worte, Hinweise zur Trauerfeier.
- Anzeige gestalten – im Online-Editor des Verlags, mit Anzeigenmustern oder durch den Bestatter.
- Korrektur lesen lassen – mindestens eine zweite Person prüft Namen, Daten und Uhrzeiten.
- Aufgeben und Erscheinungstag wählen – häufig 2–3 Tage vor der Trauerfeier, damit alle Gäste rechtzeitig erfahren.
Für die Aufgabe benötigen die Verlage in der Regel eine Sterbeurkunde oder die Bestätigung des Bestattungsunternehmens. Die Bezahlung erfolgt per Rechnung, Lastschrift oder Kreditkarte. Mehr zum Ablauf und der Gestaltung einer Trauerfeier lesen Sie in unserem Ratgeber.
Bei Memovida: Todesanzeige als Teil der Bestattungsbegleitung
Wir wissen, dass die ersten Tage nach einem Sterbefall überfordernd sein können. Deshalb übernehmen wir die Gestaltung und Aufgabe der Anzeige auf Wunsch komplett für Sie – in der Zeitung Ihrer Wahl, online oder beides.
In unseren transparenten Festpreisen für Ihre Bestattung ist die Begleitung enthalten. Lediglich fallen noch Kosten für die reinen Anzeigengebühren der Zeitung an, weil diese je nach Verlag und Format stark variieren. Wir holen das Angebot für Sie ein, lesen den Text Korrektur und übernehmen den Kontakt zur Anzeigenannahme.
So bleibt Ihnen mehr Zeit für das, was wirklich wichtig ist: Abschied nehmen und die Trauerfeier vorbereiten.








