Todesanzeige aufgeben: Kosten in der Zeitung und Online-Alternativen

Von Manuel Kaiser
June 4, 2026

Das Wichtigste auf einen Blick

Eine Todesanzeige aufgeben kostet je nach Format zwischen rund 200 und 1.500 Euro in einer Tageszeitung. Online-Alternativen liegen oft zwischen 0 und 50 Euro. Eine gesetzliche Pflicht zur Todesanzeige besteht in Deutschland nicht – Sie entscheiden, ob, wo und in welcher Form Sie den Sterbefall öffentlich machen.

In diesem Ratgeber zeigen wir Ihnen, was eine Todesanzeige genau ist, was sie in Zeitung und Internet kostet, welche Online-Alternativen es gibt und wie Sie sie Schritt für Schritt aufgeben. Wir erklären auch, wann sich Print noch lohnt – und wann nicht. Eine Übersicht über die ersten Schritte im Sterbefall finden Sie in unserem zentralen Ratgeber.

Was ist eine Todesanzeige – und was unterscheidet sie von Traueranzeige und Nachruf?

Eine Todesanzeige ist die kurze, formelle Bekanntmachung eines Sterbefalls. Sie wird von den Angehörigen verfasst und nennt typischerweise den Namen der verstorbenen Person, Geburts- und Sterbedatum sowie Ort und Zeit der Trauerfeier.

Die Begriffe Todesanzeige und Traueranzeige werden im deutschen Sprachgebrauch fast synonym verwendet. Manche Verlage unterscheiden feiner: Die eine meldet den Tod, die Traueranzeige umfasst zusätzlich Dank- oder Erinnerungsanzeigen.

Ein Nachruf ist etwas anderes. Er würdigt das Leben und Wirken einer verstorbenen Person ausführlich, oft in Vereinszeitschriften, Firmenmedien oder auf Gedenkseiten. Wenn Sie einen längeren persönlichen Text schreiben möchten, finden Sie Anleitung und Beispiele in unserem Ratgeber zum Thema einen ausführlichen Nachruf verfassen.

Muss man eine Todesanzeige aufgeben?

Nein. Eine Todesanzeige ist in Deutschland keine gesetzliche Pflicht. Niemand muss eine Anzeige in der Zeitung oder online schalten.

Wozu Angehörige verpflichtet sind, ist die Anzeige des Sterbefalls beim Standesamt. Diese amtliche Sterbefallanzeige erfolgt in der Regel innerhalb von drei Werktagen und ist die Grundlage für die Sterbeurkunde – sie ist nicht dasselbe wie die öffentliche Todesanzeige in einer Zeitung.

Eine Todesanzeige bleibt eine persönliche Entscheidung. Viele Familien wählen sie, um Freunde, Nachbarn und entfernte Bekannte zu informieren, denen sie nicht einzeln Bescheid sagen können – und um zur Trauerfeier einzuladen.

Wer darf eine Todesanzeige aufgeben?

In der Praxis geben die nächsten Angehörigen die Anzeige auf: Ehepartner, Kinder, Eltern, Geschwister. Auch Freunde, Arbeitgeber oder Vereine können eine eigene Gedenk- oder Nachrufanzeige veröffentlichen.

Verlage prüfen vor der Veröffentlichung in der Regel die Berechtigung, vor allem bei privaten Anzeigen. Üblich ist die Vorlage einer Sterbeurkunde oder einer Bestätigung des beauftragten Bestattungsunternehmens.

Wenn ein Bestatter mit der Bestattung beauftragt ist, kann er die Anzeige im Auftrag der Familie aufgeben. Bei Memovida ist die Gestaltung und Aufgabe der Anzeige Teil der individuellen Begleitung – Sie müssen sich darum nicht selbst kümmern, wenn Sie das nicht möchten.

Was kostet eine Todesanzeige in der Zeitung?

Die Kosten einer Print-Todesanzeige hängen von drei Faktoren ab: der Größe, der Zeitung (regional oder überregional) und dem Erscheinungstag.

Format Beispielgröße Lokale Tageszeitung Überregionale Zeitung
Klein 1 Spalte × 50 mm 80 – 180 € 250 – 500 €
Mittel 2 Spalten × 80 mm 200 – 450 € 600 – 1.200 €
Groß 2 Spalten × 120 mm 400 – 800 € 1.000 – 2.500 €
Halbe Seite 3–4 Spalten × 200 mm 800 – 1.500 € ab 2.500 €

Samstag-Ausgaben sind in vielen Regionen teurer, weil sie die höchste Auflage haben. Farbe, Logos oder Trauerbilder kosten zusätzlich.

Die parallele Veröffentlichung im Online-Trauerportal der Zeitung ist heute meist im Preis enthalten oder kostet 20–50 Euro extra. Die genauen Tarife unterscheiden sich von Verlag zu Verlag – am besten erfragen Sie sie direkt oder lassen sich vom Bestatter ein Angebot erstellen.

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Online-Alternativen: Todesanzeige im Internet aufgeben

Online-Alternativen sind in den letzten Jahren stark gewachsen und oft deutlich günstiger als Print. Sie haben drei sinnvolle Wege:

  • Trauerportale der Zeitungen (z. B. trauer.merkur.de, trauer.tagesspiegel.de): Anzeige im Stil der Print-Ausgabe, häufig mit Kondolenzbuch, Gedenkkerze und Foto. Kosten: meist 30–80 Euro für eine reine Online-Anzeige.
  • Spezialisierte Gedenkseiten (z. B. gedenkseiten.de, gedenkkerzen.de): eigene Seite mit Foto, Lebensgeschichte, Kondolenzfunktion. Häufig mit kostenloser Basisversion, kostenpflichtigen Erweiterungen.
  • Eigene Lösung (Familien- oder Vereins-Website, geschlossene Social-Media-Gruppe): volle Kontrolle, keine Plattformkosten – aber Sie müssen die Reichweite selbst herstellen.

Eine Online-Anzeige hat praktische Vorteile: Sie ist sofort sichtbar, beliebig lange abrufbar, leicht zu teilen und erreicht auch Bekannte im Ausland. Viele Plattformen erlauben Kondolenzen, Gedenkkerzen und das Hochladen von Fotos – das schafft einen geteilten Ort der Trauer, den die gedruckte Zeitung nicht ersetzen kann.

Der Nachteil: In ländlichen Regionen und bei älteren Trauergästen erreicht eine reine Online-Anzeige nicht jeden. Hier ist eine Kombination aus Print und Online oft sinnvoll.

Inhalt und Aufbau einer Todesanzeige

Eine klassische Trauer- bzw. Todesanzeige folgt meist diesem Aufbau:

  1. Trauerspruch oder kurzes Zitat (optional, oft am Anfang)
  2. Name und Lebensdaten der verstorbenen Person (häufig zentral und in größerer Schrift)
  3. Persönliche Worte der Angehörigen – kurze Erinnerung, Ausdruck der Trauer
  4. Namen der trauernden Hinterbliebenen
  5. Wohnort und Sterbedatum
  6. Hinweise zur Trauerfeier: Ort, Datum, Uhrzeit; ggf. Wünsche zu Blumen oder Spenden

Halten Sie sich am Inhalt kurz und konkret. Wenige, sorgfältig gewählte Worte wirken stärker als lange Texte. Wenn Sie einen Trauerspruch suchen, finden Sie eine Auswahl in unserem Ratgeber zu passende Trauersprüche für eine Todesanzeige.

Persönlich werden darf der Text – aber er ist nicht der Ort für sehr Privates. Für eine ausführliche Würdigung eignet sich besser ein Nachruf auf einer Gedenkseite oder eine Trauerrede zur Trauerfeier.

Schritt für Schritt: So geben Sie eine Todesanzeige auf

So sieht der Ablauf typischerweise aus, ob Print oder Online:

  1. Zeitung oder Portal auswählen – meist die Lokalzeitung des Wohnorts der verstorbenen Person, ergänzend ein Online-Portal.
  2. Größe und Format festlegen – orientiert an Budget und gewünschter Wirkung.
  3. Text schreiben – Trauerspruch, Daten, persönliche Worte, Hinweise zur Trauerfeier.
  4. Anzeige gestalten – im Online-Editor des Verlags, mit Anzeigenmustern oder durch den Bestatter.
  5. Korrektur lesen lassen – mindestens eine zweite Person prüft Namen, Daten und Uhrzeiten.
  6. Aufgeben und Erscheinungstag wählen – häufig 2–3 Tage vor der Trauerfeier, damit alle Gäste rechtzeitig erfahren.

Für die Aufgabe benötigen die Verlage in der Regel eine Sterbeurkunde oder die Bestätigung des Bestattungsunternehmens. Die Bezahlung erfolgt per Rechnung, Lastschrift oder Kreditkarte. Mehr zum Ablauf und der Gestaltung einer Trauerfeier lesen Sie in unserem Ratgeber.

Bei Memovida: Todesanzeige als Teil der Bestattungsbegleitung

Wir wissen, dass die ersten Tage nach einem Sterbefall überfordernd sein können. Deshalb übernehmen wir die Gestaltung und Aufgabe der Anzeige auf Wunsch komplett für Sie – in der Zeitung Ihrer Wahl, online oder beides.

In unseren transparenten Festpreisen für Ihre Bestattung ist die Begleitung enthalten. Lediglich fallen noch Kosten für die reinen Anzeigengebühren der Zeitung an, weil diese je nach Verlag und Format stark variieren. Wir holen das Angebot für Sie ein, lesen den Text Korrektur und übernehmen den Kontakt zur Anzeigenannahme.

So bleibt Ihnen mehr Zeit für das, was wirklich wichtig ist: Abschied nehmen und die Trauerfeier vorbereiten.

Unsere Standorte

Wir sind im Ernstfall für Sie 7 Tage die Woche und 24 Stunden am Tag telefonisch erreichbar. Unsere Bestattungsleistungen bieten wir deutschlandweit an, mit Hauptsitz in Berlin:

Häufig gestellte Fragen

Wie schnell muss eine Todesanzeige erscheinen?

Eine feste Frist gibt es nicht. Üblich ist die Veröffentlichung wenige Tage nach dem Sterbefall und 2–3 Tage vor der Trauerfeier, damit alle Gäste rechtzeitig informiert sind. Manche Familien geben die Anzeige auch erst nach der Beisetzung als Dank- oder Gedenkanzeige auf.

Was darf in einer Todesanzeige stehen – und was nicht?

Inhaltlich sind Sie weitgehend frei. Üblich sind Name, Lebensdaten, persönliche Worte und Hinweise zur Trauerfeier. Verlage prüfen Anzeigen redaktionell und verlangen den Nachweis des Sterbefalls. Beleidigende, irreführende oder rein kommerzielle Inhalte werden in der Regel abgelehnt.

Kann der Bestatter die Todesanzeige für mich aufgeben?

Ja. Viele Bestattungsunternehmen – auch Memovida – übernehmen Gestaltung, Korrektur und Aufgabe der Anzeige im Auftrag der Angehörigen. Das spart Zeit und vermeidet Fehler. Die reinen Anzeigengebühren der Zeitung werden separat ausgewiesen.

Ist eine Online-Todesanzeige kostenlos?

Es gibt kostenlose Basisversionen, vor allem auf eigenständigen Gedenkseiten-Plattformen. Eine Todesanzeige online aufgeben in den Trauerportalen großer Zeitungen kostet dagegen meist 30–80 Euro. Reine Online-Lösungen sind insgesamt deutlich günstiger als Print.

Brauche ich für die Todesanzeige eine Sterbeurkunde?

Für die Aufgabe einer Todesanzeige benötigen Verlage einen Nachweis des Sterbefalls – das ist meist die Sterbeurkunde oder eine Bestätigung des beauftragten Bestatters. Die Sterbeurkunde stellt das Standesamt aus, sobald der Sterbefall offiziell angezeigt wurde.

Wer zahlt die Todesanzeige?

Die Kosten einer Todesanzeige zählen zu den Bestattungskosten. In der Regel zahlen die nächsten Angehörigen, die auch die Bestattung in Auftrag geben. Die Kosten können steuerlich als außergewöhnliche Belastung geltend gemacht oder aus dem Nachlass beglichen werden.

Lohnt sich heute noch eine Print-Anzeige?

Das hängt von der Trauergemeinde ab. Bei älteren Verstorbenen, in ländlichen Regionen und in eng vernetzten Gemeinden erreicht die Tageszeitung weiterhin viele Menschen direkt. Bei jüngeren Familien und im städtischen Umfeld ersetzt eine Online-Anzeige Print oft vollständig.

Wie schreibe ich eine kurze Anteilnahme zur Todesanzeige?

Eine kurze Beileidsbekundung besteht aus drei Elementen: persönliche Worte des Mitgefühls, eine Erinnerung an die verstorbene Person und ein Angebot zur Unterstützung. Wenn Sie schriftlich kondolieren möchten, hilft Ihnen unser Ratgeber eine persönliche Trauer- oder Beileidskarte schreiben mit Formulierungen und Beispielen.

Wenn Sie unsicher sind, welche Form für Sie passt, beraten wir Sie unverbindlich. Sie erreichen uns rund um die Uhr unter 030 26475785-50. Auf Wunsch übernehmen wir die Anzeige als Teil unserer transparenten Festpreis-Pakete – damit Sie sich auf den Abschied konzentrieren können.

Sie können sich auch online ein kostenfreies Angebot erstellen lassen. Wenn Sie diese Themen schon zu Lebzeiten regeln möchten, lesen Sie unsere Hinweise zur Bestattungsvorsorge. Wir begleiten Sie persönlich, individuell und in ganz Deutschland.

Artikel von

Manuel Kaiser Gründer & Geschäftsführer

Manuel hat viele Jahre in der Dienstleistungsbranche gearbeitet, vor allem im Digitalbereich. Mit Memovida will er Bestattungen einfacher und transparenter machen. Sein Anspruch: ein Service, der die Menschen und ihre Bedürfnisse in den Mittelpunkt stellt – ohne komplizierte Abläufe, dafür mit echter Unterstützung in schwierigen Zeiten.

Was unsere Kunden über uns sagen

Google Bewertung Memovida

Der Service von Memovida war erstklassig: aufmerksam,
sachkundig und reaktionsschnell und berät ausländische Kunden zu
deutschen Gepflogenheiten. Die Mitarbeiter waren schnell erreichbar
und ich habe auf alle meine Fragen eine Antwort bekommen.
Herzlichen Dank insbesondere an Herrn Manuel Kaiser.

Pertti H.

Vielen Dank Frau Haan, ich war nicht in der Lage mich anderweitig um die Beisetzung meines geliebten Mannes zu kümmern. Was da alles auf einen hereinbricht und was man alles bewältigen muss. Plötzlich steht man ganz alleine da aber Dank von Frau Haan habe ich die schwerste Zeit in meinen Leben bewältigt. Die Trauerfeier war sehr emotional und Danke auch für Die Trauerrednerin. Auch mein Wusch nach der Ruhestätte wurde
erfüllt. Man kann ihnen gar nicht genug Danken so einfühlsam wie sie in dieser schweren Zeit für mich waren.
Alles liebe für Sie.
Mit freundlichen Gruß

Ursula Z.

In einer für mich schwierigen Phase war Ihr Unternehmen mit außerordentlichem Engagement,
absoluter Zuverlässigkeit sowie kompetenter Ausführung und exakter Einhaltung aller
getroffenen Zusagen für mich eine unverzichtbare Stütze und Hilfe.
Insbesondere möchte ich Ihnen, liebe Fr. Lübbert, für Ihre Empathie, die einfühlsame
Herzlichkeit, das Verständnis für jedes Detail und für alles was Sie für mich getan und
umgesetzt haben größten Dank und höchste Anerkennung aussprechen.
Sie waren einfach immer da!
Ihr Unternehmen wird mit der gelebten, konsequenten Kundenorientierung großen Erfolg
haben, dem können Sie sich sicher sein.

Reinhard W.

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