Trauerkleidung: Was zieht man zur Beerdigung an?

Von Manuel Kaiser
May 28, 2026

Das Wichtigste auf einen Blick

Trauerkleidung ist die dem Anlass angemessene Kleidung bei einer Beerdigung oder Trauerfeier. Klassisch ist Schwarz, doch auch andere dunkle, gedeckte Farben wie Anthrazit, Marineblau oder Dunkelbraun sind heute akzeptiert. Wichtig sind ein dezenter Schnitt, schlichte, geschlossene Schuhe und der Verzicht auf grelle Farben oder auffällige Muster. Für Damen eignen sich ein dunkles Kleid, ein Rock mit Bluse oder ein Hosenanzug, für Herren ein dunkler Anzug mit weißem Hemd.

In diesem Ratgeber finden Sie konkrete Empfehlungen für Damen, Herren und Kinder, die passenden Farben und Stoffe nach Jahreszeit, Hinweise zu Religion und Kultur sowie Antworten auf die häufigsten Fragen rund um die passende Trauerkleidung.

Das Wichtigste in Kürze

  • Klassisch ist schwarze Trauerkleidung; dunkle Töne wie Anthrazit, Marineblau oder Dunkelbraun sind ebenso angemessen.
  • Damen tragen ein dunkles Kleid, einen Rock mit Bluse oder einen Hosenanzug; Herren einen dunklen Anzug mit weißem Hemd.
  • Schuhe sind geschlossen, dezent und ohne hohen Absatz – Sneaker, Sandalen oder grelle Farben sind unpassend.
  • Für Kinder genügt gepflegte Alltagskleidung in gedeckten Farben.
  • Wichtiger als die exakte Farbe ist die Zurückhaltung des Outfits. Auf ausdrücklichen Wunsch des Verstorbenen oder der Familie ist auch bunte Kleidung möglich.

Welche Trauerkleidung ist angemessen?

Die passende Trauerkleidung folgt in Deutschland keinen festen Vorschriften, sondern einer ungeschriebenen Konvention: Die Kleidung soll dem feierlichen Anlass und der Trauer der Hinterbliebenen Rechnung tragen. Konkret heißt das dunkle Farben, schlichter Schnitt, gedecktes Material und keine grellen Akzente.

Vier Punkte gelten als allgemeiner Standard:

  • Farbe: Schwarz ist klassisch. Dunkles Grau, Anthrazit, Marineblau und Dunkelbraun sind ebenso passend.
  • Schnitt: Schlicht und körperbedeckend. Knie, Schultern und ein hoher Ausschnitt bleiben in der Regel bedeckt.
  • Material: An die Jahreszeit angepasst – leichte, atmungsaktive Stoffe im Sommer, Wolle oder Kaschmir im Winter.
  • Schuhe: Geschlossen, dunkel, schlicht. Sandalen, Sneaker oder auffällig verzierte Schuhe sind nicht passend.

Diese vier Punkte gelten unabhängig davon, ob die Trauerfeier in einer Kirche, einer Friedhofskapelle oder im Freien stattfindet. Wer den genauen Rahmen kennt, kann sich am Ablauf der Trauerfeier orientieren.

Trauerkleidung für Damen

Frauen haben in der Auswahl der Trauerkleidung etwas mehr Spielraum als Männer. Klassisch sind ein schwarzes Kleid, eine Kombination aus dunklem Rock und weißer oder dezent farbiger Bluse oder ein Hosenanzug. Wichtig ist ein zurückhaltender Schnitt ohne tiefen Ausschnitt und ohne kurze Säume.

Outfit: Ein knielanges Kleid in Schwarz oder Anthrazit, ein Rock mit Bluse und Strickjacke oder ein eleganter Hosenanzug sind gute Optionen. Im Winter ergänzen ein langer Mantel, ein dezenter Blazer oder eine dunkle Strickweste das Outfit.

Schuhe: Geschlossene, dunkle Schuhe mit niedrigem bis mittelhohem Absatz. Ballerinas, schlichte Pumps oder im Winter dunkle Stiefel sind angemessen. Wer länger am Grab steht, sollte auf bequeme Schuhe achten – Friedhofswege sind oft uneben.

Accessoires und Make-up: Schlichter Schmuck (eine schmale Kette, dezente Ohrringe), eine kleine dunkle Handtasche und zurückhaltendes Make-up. Auffälliger Schmuck oder grelle Lippenfarben wirken bei einer Beerdigung deplatziert.

Trauerkleidung für Herren

Für Männer ist die Auswahl etwas einfacher: Der dunkle Anzug ist der Standard. Ergänzt wird er durch ein weißes Hemd, eine dezente Krawatte und schwarze oder dunkle Lederschuhe.

Anzug oder Kombination: Ein einfarbiger schwarzer, anthrazitfarbener oder dunkelblauer Anzug ist die klassische Wahl. Wer keinen Anzug besitzt, kann eine dunkle Stoffhose mit Hemd, Sakko und passender Krawatte oder einem schlichten Pullover kombinieren.

Hemd und Krawatte: Weiß ist klassisch, ein dezentes Hellblau oder Schwarz ist ebenso möglich. Krawatten sollten einfarbig, dunkel oder mit unauffälligem Muster sein – glänzende Stoffe oder grelle Farben sind unpassend.

Schuhe und Accessoires: Schwarze oder dunkelbraune Lederschuhe, sauber geputzt. Auf auffällige Uhren, Ringe oder Manschettenknöpfe verzichten. Im Winter trägt man einen dunklen Mantel über dem Anzug, ein Schal in gedeckten Tönen passt dazu.

Trauerkleidung für Kinder und Jugendliche

Für Kinder gelten die strengen Regeln nicht. Gepflegte Alltagskleidung in gedeckten Farben ist völlig angemessen – knallbunte T-Shirts, fröhliche Motive oder Sportbekleidung sollten vermieden werden.

Für Mädchen eignen sich ein einfaches dunkles Kleid, ein Rock mit Bluse oder eine dunkle Stoffhose mit Strickjacke. Für Jungen genügt eine dunkle Stoffhose mit Hemd oder Pullover. Wichtig sind bequeme, geschlossene Schuhe, denn Kinder müssen sich während der Trauerfeier wohlfühlen.

Jugendliche orientieren sich am Dresscode der Erwachsenen. Ein dunkler Pullover, ein Hemd oder eine Bluse mit gedeckter Hose sind eine gute Wahl. Eltern können Kinder gut auf die Situation vorbereiten, indem sie den Ablauf vorab erklären – Hinweise dazu finden Sie in unserem Ratgeber zu den 5 Phasen der Trauer.

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Welche Farben sind erlaubt – muss es immer Schwarz sein?

Schwarz ist die traditionelle Trauerfarbe im westlichen Kulturkreis und drückt Respekt und Anteilnahme aus. Verpflichtend ist sie heute nicht mehr. Wichtiger als die exakte Farbe ist die Zurückhaltung des Outfits.

Akzeptable Farben

  • Schwarz: die klassische Wahl, besonders für enge Angehörige.
  • Dunkelgrau, Anthrazit, Marineblau, Dunkelbraun: ebenso passend und in den letzten Jahren weit verbreitet.
  • Gedeckte Erdtöne oder dunkles Violett: in informelleren Trauerfeiern möglich.

Wann andere Farben angemessen sind

In einigen Situationen kann bewusst auf Schwarz verzichtet werden. Wenn der oder die Verstorbene zu Lebzeiten ausdrücklich darum gebeten hat oder die Familie diesen Wunsch kommuniziert, sollten Sie dem folgen – auch wenn das bedeutet, helle oder bunte Kleidung zu tragen.

Auch bei modernen, persönlichen Trauerfeiern, die das Leben des Verstorbenen feiern, ist eine farbenfrohere Kleidung ausdrücklich willkommen. In manchen Kulturen ist außerdem eine andere Farbe Tradition: In buddhistisch geprägten Ländern und Teilen Asiens steht Weiß für Trauer, im alten Ägypten war es Gelb.

Trauerkleidung passend zur Jahreszeit

Eine Beerdigung findet häufig am Grab im Freien statt. Wetter und Jahreszeit beeinflussen daher, was Sie unter dem Mantel tragen und welche Schuhe sinnvoll sind. An den Grundprinzipien – dunkel, dezent, schlicht – ändert das nichts.

Sommer: Leichte Stoffe wie Baumwolle, Leinen oder feines Mischgewebe in dunklen Farben sind angemessen. Damen tragen ein knielanges Kleid oder einen leichten Hosenanzug, Herren einen Sommer-Anzug aus dünnem Stoff. Kurze Ärmel sind heute akzeptiert, Schultern und Knie sollten dennoch bedeckt bleiben. Sandalen, Flip-Flops oder offene Schuhe sind auch bei Hitze nicht passend.

Winter: Wolle, Kaschmir oder dickere Strickware halten warm, ohne den formellen Rahmen zu verlassen. Ein langer schwarzer Mantel über Anzug oder Kleid, ein dezenter Schal in gedeckten Tönen und wärmende Handschuhe sind sinnvoll. Schuhe sollten wetterfest sein – schlichte dunkle Stiefel oder klassische Lederschuhe.

Regen und Schnee: Ein dunkler, schlichter Regenschirm ohne grelle Muster ist angemessen. Bei schlechtem Wetter sind rutschfeste, wasserabweisende Schuhe sinnvoll – besonders, weil Friedhofswege und Wiesen rutschig sein können.

Schuhe, Schmuck und Accessoires

Accessoires entscheiden oft, ob ein Outfit insgesamt stimmig wirkt. Bei einer Beerdigung gilt: weniger ist mehr.

Schuhe: Geschlossen, dunkel, schlicht. Bei Damen sind Pumps, Ballerinas oder im Winter Stiefel passend. Hohe Absätze sind unpraktisch, besonders auf Friedhofswegen. Bei Herren passen schwarze oder dunkelbraune Lederschuhe – gut gereinigt und ohne auffällige Details. Sneaker und Sportschuhe sind unpassend.

Schmuck: Dezent ist die Regel. Eheringe, ein schlichtes Trauerschmuckstück, eine dünne Kette oder kleine Ohrringe sind angemessen. Auf große, glitzernde oder bunte Schmuckstücke sollten Sie verzichten.

Sonnenbrille, Tasche und Schal: Eine dunkle, schlichte Sonnenbrille kann bei sonnigem Wetter oder im Freien diskret Tränen verbergen. Handtaschen sollten klein bis mittelgroß und dunkel sein. Schals und Tücher bleiben in gedeckten Farben ohne auffälliges Muster.

Trauerkleidung in verschiedenen Religionen

Die Erwartungen an die Kleidung unterscheiden sich je nach religiöser oder kultureller Tradition. Wenn Sie an einer Trauerfeier teilnehmen, deren Religion Sie nicht kennen, ist eine kurze Rückfrage bei der Familie ratsam. In Deutschland sind diese Konventionen am häufigsten:

Christliche Beerdigung: Schwarze oder dunkle Kleidung wird sowohl bei katholischen als auch bei evangelischen Trauerfeiern erwartet. Frauen tragen ein dunkles Kleid oder eine Bluse mit Rock oder Stoffhose, Männer einen Anzug. Eine Kopfbedeckung ist nicht erforderlich.

Muslimische Beerdigung: Schlichte, dunkle Kleidung ist üblich. Männer tragen oft dunkle, einfache Kleidung; Frauen sollten Arme und Beine bedeckt halten. Häufig wird ein Kopftuch erwartet. Eng anliegende oder auffällige Kleidung ist nicht erwünscht.

Jüdische Beerdigung: Dunkle, schlichte Kleidung ist üblich, jedoch nicht streng vorgeschrieben. Männer tragen häufig eine Kippa als Zeichen des Respekts. Enge Angehörige zerreißen in der Kriah-Tradition ein Stück ihrer Kleidung als sichtbares Zeichen der Trauer.

Buddhistische Beerdigung: Weiß gilt als Farbe der Trauer und der Reinheit. Alternativ sind schlichte, gedeckte Töne wie Grau oder Beige angemessen. Auf grelle Farben, auffällige Muster und glitzernde Accessoires sollte verzichtet werden.

Wenn der Verstorbene keine Trauerkleidung wünscht

Immer häufiger äußern Menschen schon zu Lebzeiten den Wunsch, dass ihre Trauerfeier nicht von schwarzer Kleidung geprägt sein soll. Sie möchten als Lebensfeier in Erinnerung bleiben – mit Farbe, Musik und einem hellen Charakter.

Wenn Sie einen solchen Wunsch in einer Einladung lesen ("Von Trauerkleidung bitten wir abzusehen", "Tragen Sie etwas Farbe"), respektieren Sie ihn unbedingt. Das gilt auch dann, wenn es Ihnen ungewohnt erscheint. Die Wünsche des Verstorbenen und der nächsten Angehörigen stehen über der allgemeinen Konvention.

Solche Wünsche werden häufig in einer Bestattungsverfügung festgehalten. Wer selbst Vorsorge treffen möchte, kann das ganz unkompliziert tun: In unserem Überblick zur Bestattungsvorsorge erklären wir, wie Sie Ihre Wünsche dokumentieren und Ihre Familie damit entlasten.

Uniformen und Berufsbekleidung bei der Beerdigung

In bestimmten Berufen oder Vereinen ist es üblich, in Uniform zur Trauerfeier zu erscheinen. Das ist ein sichtbares Zeichen des Respekts und der Verbundenheit mit dem Verstorbenen.

Bei Militär, Polizei, Feuerwehr und Rettungsdiensten ist das Tragen der Dienstuniform durch Kollegen üblich, wenn der Verstorbene Teil dieser Einheit war. Häufig gelten dafür interne Vorschriften – Trauerbinde, Abzeichen, geordnete Aufstellung, einheitliches Erscheinungsbild. Diese sollten vor der Trauerfeier intern abgestimmt werden.

Auch Mitglieder bestimmter Vereine (Schützen, Jäger, Bergleute) erscheinen oft in der zugehörigen Tracht oder Zunftkleidung. In anderen Berufen wird in der Regel auf private, dunkle Kleidung zurückgegriffen – sofern Familie und Verstorbener nicht ausdrücklich Berufskleidung wünschen.

Wie lange trägt man Trauerkleidung nach der Beerdigung?

Früher war die Trauerzeit klar geregelt: Witwen trugen mindestens ein Jahr Schwarz, enge Angehörige mehrere Monate. Heute gibt es in Deutschland keine offiziellen Vorschriften mehr. Wie lange Sie Trauerkleidung tragen, ist ausschließlich Ihre persönliche Entscheidung.

Viele Menschen entscheiden sich in den ersten Wochen nach dem Verlust für eine gedämpfte Garderobe in dunklen Farben. Andere kehren bald zu ihrer Alltagskleidung zurück. Beides ist richtig – Trauer verläuft individuell, und die Außendarstellung folgt dem inneren Empfinden.

In ländlichen oder traditionellen Gemeinschaften ist die Konvention noch verbreiteter, in den ersten Wochen oder Monaten dezent zu kleiden. Bei späteren Gedenkveranstaltungen wie der Sechswochenmesse oder dem Jahresgedächtnis tragen viele Angehörige erneut dunkle Kleidung.

Kleidung für Verstorbene – was wird angezogen?

Auch der oder die Verstorbene selbst wird bekleidet. Die Wahl der Kleidung ist Teil der Bestattungsvorbereitung und in der Regel den Angehörigen überlassen.

Klassische Wahl: Anzug, Hemd und Krawatte bei Männern; ein Kleid oder eine Bluse mit Rock bei Frauen. Häufig wählen Angehörige festliche Garderobe, die der Verstorbene zu Lebzeiten getragen hat.

Persönliche Wahl: Auch Lieblingskleidung des Verstorbenen ist möglich – ein vertrautes Hemd, der Wanderpullover, das Lieblingskleid. Diese Wahl gibt der Beisetzung einen persönlichen Charakter und entspricht oft dem Wunsch der Familie.

Materialien und Beisetzungsart: Bei einer Feuerbestattung dürfen vorzugsweise Kleidungsstücke aus Naturfasern verwendet werden – Wolle, Baumwolle, Leinen. Synthetische Materialien, Metall, Schuhe oder Schmuck mit Steinen sollten vermieden oder vorher mit dem Bestatter besprochen werden.

Bei Memovida – wie wir Sie begleiten

Wenn Sie eine Bestattung organisieren, kommen viele Fragen zur Trauerkleidung dazu — was tragen die Angehörigen, was wird dem Verstorbenen angezogen, welche Wünsche hatte er zu Lebzeiten. Wir nehmen uns die Zeit, all diese Fragen mit Ihnen in Ruhe zu besprechen.

Memovida arbeitet bundesweit mit transparenten Festpreisen, sodass Sie sich auf das Wesentliche konzentrieren können – den Abschied. Unsere Leistungen und Pakete sind klar zusammengestellt, und unsere Begleiter:innen sind rund um die Uhr für Sie erreichbar. So gewinnen Sie Zeit für Entscheidungen, die wirklich wichtig sind – etwa die persönliche Gestaltung der Trauerfeier oder die Wahl der passenden Trauermusik.

Unsere Standorte

Wir sind im Ernstfall für Sie 7 Tage die Woche und 24 Stunden am Tag telefonisch erreichbar. Unsere Bestattungsleistungen bieten wir deutschlandweit an, mit Hauptsitz in Berlin:

Häufig gestellte Fragen

Was zieht man am besten zu einer Beerdigung an?

Klassisch ist dunkle, schlichte Kleidung – ein schwarzer Anzug, ein dunkles Kleid oder eine zurückhaltende Kombination aus Bluse und Stoffhose. Wichtig sind ein dezenter Schnitt, gedeckte Farben und der Verzicht auf grelle Akzente. Schuhe sind geschlossen und schlicht. In Zweifelsfällen ist es immer sicherer, etwas zu konservativ als zu lässig zu erscheinen.

Muss man Schwarz zur Beerdigung tragen?

Schwarz ist Tradition, aber heute nicht mehr Pflicht. Dunkelgrau, Anthrazit, Marineblau oder Dunkelbraun sind ebenso angemessen. Wichtiger als die exakte Farbe ist die Zurückhaltung des Outfits. Wenn der Verstorbene oder die Familie ausdrücklich um helle oder bunte Kleidung gebeten hat, sollten Sie diesem Wunsch folgen – auch wenn es ungewohnt erscheint.

Kann man Jeans zur Beerdigung anziehen?

Bei formellen Trauerfeiern sind Jeans in der Regel nicht passend. Falls die Familie eine lockerere Kleidung zulässt, sind dunkle, schlichte Jeans ohne Waschungen oder Risse eine vertretbare Wahl – kombiniert mit Hemd, Bluse oder Pullover in gedeckten Farben. Bei weniger formellen Gedenkfeiern oder Naturbestattungen ist die Toleranz für legere Kleidung größer.

Wie lange trägt man Trauerkleidung nach einem Todesfall?

In Deutschland gibt es heute keine festen Vorschriften mehr. Früher trugen Witwen ein Jahr lang Schwarz, enge Angehörige einige Monate. Heute entscheidet jeder individuell. Viele Angehörige wählen in den ersten Wochen dezent gedeckte Garderobe und kehren danach schrittweise zur Alltagskleidung zurück. Auch bei Gedenkveranstaltungen wie der Sechswochenmesse oder dem Jahresgedächtnis wird häufig wieder dunkle Kleidung getragen.

Was zieht man im Sommer zur Beerdigung an?

Leichte, atmungsaktive Stoffe in dunklen Farben – Baumwolle, Leinen oder dünne Mischgewebe. Damen können ein knielanges Sommerkleid oder einen leichten Hosenanzug tragen, Herren einen Sommer-Anzug aus dünnem Stoff. Kurze Ärmel sind heute akzeptiert, Schultern und Knie sollten dennoch bedeckt bleiben. Sandalen, Flip-Flops oder offene Schuhe sind auch bei Hitze nicht passend.

Welche Schuhe trägt man zur Beerdigung?

Geschlossene, dunkle und schlichte Schuhe sind die richtige Wahl – Pumps, Ballerinas, klassische Lederschuhe oder im Winter dunkle Stiefel. Hohe Absätze sind unpraktisch, besonders auf Friedhofswegen. Sneaker, Sandalen und Sportschuhe sind unpassend. Achten Sie auf bequeme Schuhe, falls Sie länger am Grab stehen oder gehen.

Darf man eine Sonnenbrille zur Beerdigung tragen?

Ja, eine schlichte, dunkle Sonnenbrille ist bei sonnigem Wetter oder im Freien akzeptiert. Sie schützt nicht nur vor Licht, sondern erlaubt es auch, Tränen und Emotionen diskret zu verbergen. In geschlossenen Räumen wie einer Kirche oder Friedhofskapelle sollte sie abgenommen werden, sofern es keine medizinischen Gründe gibt.

Was zieht man als Witwe oder Witwer zur Beerdigung an?

Traditionell tragen enge Angehörige Schwarz von Kopf bis Fuß. Heute ist auch eine ganz dunkle, schlichte Garderobe in Anthrazit oder Marineblau angemessen. Wichtig sind ein zurückhaltender Schnitt, geschlossene Schuhe und der Verzicht auf auffälligen Schmuck. Für die Trauerzeit nach der Beisetzung gibt es keine festen Regeln mehr – viele Witwen entscheiden sich für einige Wochen weiterhin für dunkle Kleidung, andere kehren schneller zu ihrer Alltagsgarderobe zurück.

Wenn Sie gerade eine Bestattung planen und sich unsicher sind, wie Sie Kleidung und Ablauf gestalten möchten, beraten wir Sie unverbindlich und in Ruhe. Wir nehmen uns Zeit für alle Fragen – von der Wahl der Kleidung für den Verstorbenen bis zu Hinweisen, die Sie an Trauergäste weitergeben möchten.

Artikel von

Manuel Kaiser Gründer & Geschäftsführer

Manuel hat viele Jahre in der Dienstleistungsbranche gearbeitet, vor allem im Digitalbereich. Mit Memovida will er Bestattungen einfacher und transparenter machen. Sein Anspruch: ein Service, der die Menschen und ihre Bedürfnisse in den Mittelpunkt stellt – ohne komplizierte Abläufe, dafür mit echter Unterstützung in schwierigen Zeiten.

Was unsere Kunden über uns sagen

Google Bewertung Memovida

Der Service von Memovida war erstklassig: aufmerksam,
sachkundig und reaktionsschnell und berät ausländische Kunden zu
deutschen Gepflogenheiten. Die Mitarbeiter waren schnell erreichbar
und ich habe auf alle meine Fragen eine Antwort bekommen.
Herzlichen Dank insbesondere an Herrn Manuel Kaiser.

Pertti H.

Vielen Dank Frau Haan, ich war nicht in der Lage mich anderweitig um die Beisetzung meines geliebten Mannes zu kümmern. Was da alles auf einen hereinbricht und was man alles bewältigen muss. Plötzlich steht man ganz alleine da aber Dank von Frau Haan habe ich die schwerste Zeit in meinen Leben bewältigt. Die Trauerfeier war sehr emotional und Danke auch für Die Trauerrednerin. Auch mein Wusch nach der Ruhestätte wurde
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Alles liebe für Sie.
Mit freundlichen Gruß

Ursula Z.

In einer für mich schwierigen Phase war Ihr Unternehmen mit außerordentlichem Engagement,
absoluter Zuverlässigkeit sowie kompetenter Ausführung und exakter Einhaltung aller
getroffenen Zusagen für mich eine unverzichtbare Stütze und Hilfe.
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Reinhard W.

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