Frist zwischen Tod und Beerdigung: Wann findet die Bestattung statt?

Von Manuel Kaiser
May 27, 2026

Das Wichtigste auf einen Blick

In Deutschland findet die Beerdigung in der Regel zwischen vier und zehn Tagen nach dem Tod statt. Geregelt ist das im Bestattungsgesetz des jeweiligen Bundeslandes — eine bundesweit einheitliche Frist gibt es nicht. Fast überall gilt eine Mindestfrist von 48 Stunden nach Eintritt des Todes und eine Höchstfrist von vier, fünf, sieben, acht, neun oder zehn Tagen, je nachdem, wo der oder die Verstorbene zuletzt gelebt hat.

Bei einer Feuerbestattung verlängert sich der Zeitraum spürbar, weil für die Beisetzung der Urne andere Fristen gelten. Damit Sie verstehen, was rechtlich vorgegeben ist und wo Sie Spielraum haben, gehen wir hier auf die Fristen, die Sonderfälle und den typischen Ablauf der ersten Tage ein.

Wie lange dauert es vom Tod bis zur Beerdigung?

Die Frist zwischen Tod und Beerdigung wird in Deutschland durch die Bestattungsgesetze der Bundesländer geregelt. In den meisten Fällen gilt:

  • Frühestens 48 Stunden nach dem Tod darf bestattet werden. Ausnahmen bestehen in Nordrhein-Westfalen und teilweise in Baden-Württemberg.
  • Spätestens vier bis zehn Tage nach dem Todesfall muss die Bestattung stattfinden — der genaue Wert hängt vom Bundesland ab.

Die Mindestfrist soll sicherstellen, dass der Tod zweifelsfrei festgestellt ist und ein Scheintod ausgeschlossen werden kann. Die Höchstfrist verhindert hygienische und organisatorische Probleme. Was zwischen diesen beiden Eckpunkten passiert, hängt von Ihren Wünschen, der gewählten Bestattungsart und der Auslastung von Krematorium, Friedhof und Bestatter ab.

Sonn- und Feiertage werden bei den Fristen in der Regel mitgerechnet. Bei einer Feuerbestattung gilt die Höchstfrist für die Einäscherung, nicht für die spätere Beisetzung der Urne — diese hat ihre eigenen Regeln, mehr dazu weiter unten.

Bestattungsfristen nach Bundesländern im Überblick

Da jedes Bundesland sein eigenes Bestattungsgesetz hat, fallen die Fristen unterschiedlich aus. Die folgende Übersicht zeigt die geltenden Standardfristen für eine Erd- oder Feuerbestattung:

Bundesland Mindestfrist Höchstfrist
Baden-Württemberg 48 Stunden 4 Tage
Bayern 48 Stunden 4 Tage
Berlin 48 Stunden 4 Tage
Brandenburg 48 Stunden 10 Tage
Bremen 48 Stunden 4 Tage
Hamburg 48 Stunden 4 Tage
Hessen 48 Stunden 4 Tage
Mecklenburg-Vorpommern 48 Stunden 10 Tage
Niedersachsen 48 Stunden 8 Tage
Nordrhein-Westfalen 24 Stunden 5 Tage
Rheinland-Pfalz 48 Stunden 10 Tage
Saarland 48 Stunden 4 Tage
Sachsen 48 Stunden 5 Tage (Erd-), 7 Tage (Feuer-)
Sachsen-Anhalt 48 Stunden 8 Tage
Schleswig-Holstein 48 Stunden 9 Tage
Thüringen 48 Stunden 10 Tage

Die Angaben dienen der Orientierung; Stand 2026. Die Ordnungsbehörde des Sterbeortes kann in begründeten Ausnahmefällen — etwa wenn Angehörige aus dem Ausland anreisen oder Dokumente fehlen — eine Fristverlängerung gewähren.

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Was passiert in den ersten Tagen nach dem Todesfall?

Auch wenn die gesetzlichen Fristen knapp wirken: In den meisten Fällen ist genug Zeit, um die wichtigsten Entscheidungen ruhig zu treffen. Der typische Zeitplan sieht so aus:

Stunde 0 bis 3: Arzt und Totenschein

Ein Arzt stellt den Tod fest und stellt die Todesbescheinigung — den sogenannten Totenschein — aus. Ohne dieses Dokument darf der oder die Verstorbene nicht überführt werden.

Stunde 3 bis 36: Überführung

Innerhalb von 24 bis 36 Stunden — je nach Bundesland — wird der oder die Verstorbene vom Sterbeort in die Räume des Bestatters oder in eine Friedhofs-Kühlhalle überführt. Bei Memovida übernimmt das unser 24/7-Abholungsteam, auch nachts und an Feiertagen. Mehr zu den ersten Schritten im Sterbefall finden Sie auf unserer Übersichtsseite.

Tag 1 bis 3: Sterbeurkunde und Erstgespräch

Die Sterbefallanzeige beim Standesamt übernimmt in der Regel der Bestatter. Sie erhalten anschließend mehrere Sterbeurkunden für Banken, Versicherungen und Behörden. Parallel klären Sie mit dem Bestatter Bestattungsart, Beisetzungsort und Ablauf.

Tag 3 bis 7: Trauerfeier vorbereiten

Datum, Ort, Redner, Musik, Trauerkarten — alles, was die Trauerfeier prägt, wird in diesen Tagen geplant. Bei einer Feuerbestattung können Sie sich auch noch ein bis zwei Wochen später entscheiden, wo die Urne beigesetzt wird.

Tag 4 bis 10: die Bestattung

Die eigentliche Bestattung findet meist zwischen dem vierten und zehnten Tag nach dem Tod statt. Bei einer Feuerbestattung ist das der Einäscherungstermin; die Urnenbeisetzung folgt häufig später. Den vollständigen Ablauf einer Beerdigung haben wir auf einer eigenen Seite zusammengefasst.

Mindestfrist: Warum erst nach 48 Stunden?

Die Mindestfrist von 48 Stunden ist kein bürokratischer Selbstzweck. Sie hat zwei Hintergründe. Erstens soll ein Scheintod ausgeschlossen werden — auch wenn das in der modernen Medizin selten vorkommt. Zweitens braucht der Arzt im Fall einer unklaren Todesursache Zeit für eine Nachuntersuchung oder eine Obduktion.

Nordrhein-Westfalen hat die 48-Stunden-Frist 2014 für Erdbestattungen auf 24 Stunden verkürzt. In Baden-Württemberg und in NRW kann aus religiösen Gründen — etwa für muslimische oder jüdische Bestattungen, die traditionell innerhalb von 24 Stunden stattfinden — auch früher bestattet werden, wenn die zuständige Ordnungsbehörde zustimmt.

Höchstfrist: Wie lange darf man warten?

Die Höchstfrist liegt je nach Bundesland zwischen vier und zehn Tagen. Sie soll verhindern, dass aus organisatorischen oder finanziellen Gründen unzumutbar lange gewartet wird.

In der Praxis lässt sich diese Frist verlängern, wenn ein sachlicher Grund vorliegt. Typische Fälle sind:

  • Angehörige reisen aus dem Ausland an und kommen nicht rechtzeitig.
  • Dokumente — etwa die Geburtsurkunde des oder der Verstorbenen — fehlen und müssen nachgefordert werden.
  • Die Todesursache ist unklar und die Staatsanwaltschaft hat den Leichnam noch nicht freigegeben.
  • Das gewünschte Krematorium oder der gewünschte Friedhof ist überlastet.

Der Antrag auf Fristverlängerung wird beim örtlichen Ordnungs- oder Standesamt gestellt, meist über den Bestatter. In den allermeisten Fällen wird die Verlängerung gewährt.

Sonderfälle, die den Zeitplan verändern

Nicht jeder Sterbefall folgt dem Standardzeitplan. Drei häufige Sonderfälle:

Nicht-natürlicher Tod

Stellt der Arzt einen unnatürlichen Tod fest oder kann er ihn nicht ausschließen, übernimmt die Staatsanwaltschaft. Eine Obduktion kann angeordnet werden, der Leichnam ist beschlagnahmt. Die gesetzlichen Bestattungsfristen sind in dieser Zeit ausgesetzt. Erst nach der Freigabe — oft nach zwei bis fünf Tagen, bei Fremdverschulden auch länger — kann mit der Planung begonnen werden.

Tod im Ausland

Die Überführung aus dem Ausland kann mehrere Tage oder Wochen dauern. Sie benötigen einen sogenannten Leichenpass, eine konsularische Bescheinigung und einen Sarg, der den Überführungsvorschriften entspricht. Die Bestattungsfrist beginnt erst mit dem Eintreffen in Deutschland zu laufen.

Religiöse Sonderfälle

Im Judentum und Islam ist eine schnelle Bestattung — möglichst innerhalb von 24 Stunden — religiöse Pflicht. In Bundesländern mit 48-Stunden-Frist ist dafür eine Ausnahmegenehmigung der Ordnungsbehörde erforderlich. In Nordrhein-Westfalen und Baden-Württemberg sind religiöse Ausnahmen explizit vorgesehen.

Urnenbeisetzung: Hier gelten andere Fristen

Bei einer Feuerbestattung müssen Sie zwei Schritte unterscheiden. Die Einäscherung ist rechtlich die Bestattung — sie muss innerhalb der genannten vier bis zehn Tage stattfinden. Die Beisetzung der Urne auf dem Friedhof, im Wald oder auf See folgt erst danach. Eine kompakte Übersicht zum Ablauf der Einäscherung finden Sie in unserem Ratgeber.

Für die Urnenbeisetzung gelten gesonderte Fristen, die zwischen den Bundesländern variieren: In den meisten Bundesländern muss die Urne innerhalb von sechs Wochen nach der Einäscherung beigesetzt werden, in einigen sind es bis zu drei Monate. Manche Krematorien lagern die Urne auf Wunsch zwischen.

Dieser zeitliche Puffer ist für viele Familien der entscheidende Vorteil der Feuerbestattung: Sie haben mehr Zeit, die Trauerfeier in Ruhe zu planen, Angehörige aus dem Ausland einzuladen oder den passenden Ort für die Urne zu wählen.

Wie Sie sich Zeit nehmen können — auch bei knappen Fristen

Die Fristen wirken eng, in der Praxis gibt es jedoch mehr Spielraum, als viele Angehörige denken. Drei Hebel helfen:

Den Bestatter früh einschalten. Sobald der Tod festgestellt ist, kann der Bestatter die Überführung, die Behördengänge und die Termine im Hintergrund organisieren. Bei Memovida sind wir rund um die Uhr erreichbar — auch nachts und am Wochenende.

Feuerbestattung wählen, wenn mehr Zeit gebraucht wird. Weil die Urne mehrere Wochen nach der Einäscherung beigesetzt werden kann, gewinnen Sie für die Trauerfeier oft ein bis zwei Wochen zusätzlich.

Trauerfeier und Beisetzung trennen. Die Trauerfeier muss nicht zwingend am Tag der Bestattung stattfinden. Eine separate Gedenkfeier — etwa vier Wochen später — gibt Ihnen Raum, in Ruhe zu planen und allen Angehörigen die Anreise zu ermöglichen.

Unsere Standorte

Wir sind im Ernstfall für Sie 7 Tage die Woche und 24 Stunden am Tag telefonisch erreichbar. Unsere Bestattungsleistungen bieten wir deutschlandweit an, mit Hauptsitz in Berlin:

Bei Memovida: Wir behalten den Zeitplan für Sie im Blick

Memovida ist ein modernes, überregionales Bestattungsunternehmen mit Standorten in Berlin, München, Hamburg, Köln und Frankfurt. Wir arbeiten mit transparenten Festpreisen und einer individuellen Begleitung — von der ersten Abholung bis zur Beisetzung.

Unser Abholungsteam ist 24 Stunden täglich erreichbar. Sterbeurkunde, Friedhofsanmeldung, Trauerfeier-Organisation und die Einhaltung der landesrechtlichen Fristen übernehmen wir. Sie behalten den Überblick, ohne sich um die Formalitäten kümmern zu müssen. Möchten Sie schon zu Lebzeiten regeln, was im Sterbefall geschehen soll, finden Sie alles Wichtige auf unserer Seite zur Bestattungsvorsorge.

Häufige Fragen zur Frist zwischen Tod und Beerdigung

Wann ist die Beerdigung nach dem Tod in der Regel?

In Deutschland findet die Beerdigung meistens zwischen dem vierten und zehnten Tag nach dem Tod statt. Frühestens 48 Stunden nach dem Tod ist eine Bestattung erlaubt, in Nordrhein-Westfalen bereits nach 24 Stunden. Die genaue Frist hängt vom Bundesland, der Bestattungsart und der Auslastung von Krematorium und Friedhof ab.

Wie schnell muss eine Beerdigung in Deutschland stattfinden?

Die Höchstfristen reichen je nach Bundesland von vier Tagen — etwa in Bayern, Hessen, Hamburg oder Berlin — bis zehn Tagen in Brandenburg, Thüringen, Rheinland-Pfalz und Mecklenburg-Vorpommern. In begründeten Ausnahmefällen kann die zuständige Ordnungsbehörde die Frist verlängern, beispielsweise wenn Angehörige aus dem Ausland anreisen.

Wie viele Tage liegen zwischen Tod und Beerdigung?

Im Durchschnitt liegen zwischen Tod und Bestattung sieben bis zehn Tage. Bei einer Erdbestattung wird die Frist meist eng eingehalten, bei einer Feuerbestattung ist mehr Spielraum: Die Einäscherung erfolgt innerhalb der gesetzlichen Frist, die Beisetzung der Urne kann mehrere Wochen später folgen.

Wann findet die Beerdigung nach dem Tod im Krankenhaus statt?

Stirbt ein Mensch im Krankenhaus oder Pflegeheim, gelten dieselben gesetzlichen Fristen wie bei einem Sterbefall zu Hause. Das Krankenhaus übernimmt die kurzfristige Aufbewahrung und stellt die Todesbescheinigung aus. Der Bestatter holt den oder die Verstorbene ab, sobald die Angehörigen den Auftrag erteilen.

Ist eine Beerdigung am Wochenende möglich?

Bestattungen sind grundsätzlich auch samstags möglich, in den meisten Bundesländern jedoch nicht an Sonn- und Feiertagen. Krematorien und viele Friedhofsverwaltungen sind am Wochenende geschlossen, was die Planung verzögert. Wir prüfen für Sie, welche Termine in Ihrer Region realistisch sind.

Wie lange dauert es vom Tod bis zur Urnenbeisetzung?

Die Einäscherung erfolgt innerhalb der gesetzlichen Bestattungsfrist von vier bis zehn Tagen. Die Urne muss anschließend in den meisten Bundesländern innerhalb von sechs Wochen beigesetzt werden, in einigen sind bis zu drei Monate möglich. Insgesamt vergehen zwischen Tod und Urnenbeisetzung damit oft vier bis sechs Wochen.

Kann die Bestattungsfrist verlängert werden?

Ja. Die Ordnungsbehörde des Sterbeortes kann auf Antrag eine Fristverlängerung gewähren, wenn ein sachlicher Grund vorliegt — etwa fehlende Dokumente, eine angeordnete Obduktion oder die Anreise von Angehörigen aus dem Ausland. Der Antrag wird üblicherweise über den Bestatter gestellt und in den allermeisten Fällen genehmigt.

Wie lange dauert die Beerdigung selbst?

Die eigentliche Trauerfeier mit anschließender Beisetzung dauert in der Regel zwischen 30 und 90 Minuten. Bei einer Feuerbestattung sind es oft zwei Termine: zuerst die Trauerfeier am Sarg, später die Beisetzung der Urne am Grab. Den genauen Ablauf gestalten wir individuell mit Ihnen.

 

Wenn Sie aktuell vor einem Todesfall stehen oder einen Bestattungstermin planen müssen, melden Sie sich gern unverbindlich. Sie können sich ein kostenfreies Angebot erstellen lassen oder uns einfach anrufen — wir besprechen mit Ihnen, welche Fristen in Ihrem Bundesland gelten, welche Bestattungsart zu Ihrer Situation passt und wie ein realistischer Zeitplan für Sie aussieht.

Artikel von

Manuel Kaiser Gründer & Geschäftsführer

Manuel hat viele Jahre in der Dienstleistungsbranche gearbeitet, vor allem im Digitalbereich. Mit Memovida will er Bestattungen einfacher und transparenter machen. Sein Anspruch: ein Service, der die Menschen und ihre Bedürfnisse in den Mittelpunkt stellt – ohne komplizierte Abläufe, dafür mit echter Unterstützung in schwierigen Zeiten.

Was unsere Kunden über uns sagen

Google Bewertung Memovida

Der Service von Memovida war erstklassig: aufmerksam,
sachkundig und reaktionsschnell und berät ausländische Kunden zu
deutschen Gepflogenheiten. Die Mitarbeiter waren schnell erreichbar
und ich habe auf alle meine Fragen eine Antwort bekommen.
Herzlichen Dank insbesondere an Herrn Manuel Kaiser.

Pertti H.

Vielen Dank Frau Haan, ich war nicht in der Lage mich anderweitig um die Beisetzung meines geliebten Mannes zu kümmern. Was da alles auf einen hereinbricht und was man alles bewältigen muss. Plötzlich steht man ganz alleine da aber Dank von Frau Haan habe ich die schwerste Zeit in meinen Leben bewältigt. Die Trauerfeier war sehr emotional und Danke auch für Die Trauerrednerin. Auch mein Wusch nach der Ruhestätte wurde
erfüllt. Man kann ihnen gar nicht genug Danken so einfühlsam wie sie in dieser schweren Zeit für mich waren.
Alles liebe für Sie.
Mit freundlichen Gruß

Ursula Z.

In einer für mich schwierigen Phase war Ihr Unternehmen mit außerordentlichem Engagement,
absoluter Zuverlässigkeit sowie kompetenter Ausführung und exakter Einhaltung aller
getroffenen Zusagen für mich eine unverzichtbare Stütze und Hilfe.
Insbesondere möchte ich Ihnen, liebe Fr. Lübbert, für Ihre Empathie, die einfühlsame
Herzlichkeit, das Verständnis für jedes Detail und für alles was Sie für mich getan und
umgesetzt haben größten Dank und höchste Anerkennung aussprechen.
Sie waren einfach immer da!
Ihr Unternehmen wird mit der gelebten, konsequenten Kundenorientierung großen Erfolg
haben, dem können Sie sich sicher sein.

Reinhard W.

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