Klassische Trauermusik – würdevoll und zeitlos
Klassische Trauermusik strahlt Ruhe, Würde und Tiefe aus. Sie eignet sich besonders für feierliche Zeremonien in Kirchen, Trauerhallen oder Krematorien – und berührt generationsübergreifend, weil sie unabhängig vom Musikgeschmack der Trauergäste wirkt.
Häufig gewählte klassische Stücke:
- Franz Schubert – „Ave Maria“
- Johann Sebastian Bach – „Air“ aus der Orchestersuite Nr. 3
- Frédéric Chopin – „Trauermarsch“ (aus der Sonate Nr. 2)
- Samuel Barber – „Adagio for Strings“
- Ludwig van Beethoven – „Mondscheinsonate“ (1. Satz)
- Tomaso Albinoni – „Adagio in g-Moll“
- Georg Friedrich Händel – „Largo“ aus „Xerxes“
- Wolfgang Amadeus Mozart – „Lacrimosa“ aus dem Requiem
- Edvard Grieg – „Morgenstimmung“ aus Peer Gynt
- Robert Schumann – „Träumerei“
Moderne deutschsprachige Trauerlieder
Moderne Trauerlieder in deutscher Sprache schaffen eine direkte emotionale Verbindung – weil sie die Sprache der Angehörigen sprechen. Sie erzählen von Verlust, Liebe und Hoffnung, oft ohne religiösen Bezug und ohne Pathos.
Beliebte deutschsprachige Trauerlieder:
- Herbert Grönemeyer – „Der Weg“
- Unheilig – „So wie du warst“ / „Geboren um zu leben“
- Silbermond – „In meiner Erinnerung“ / „Das Beste“
- Andreas Gabalier – „Amoi seg' ma uns wieder“
- Reinhard Mey – „Über den Wolken“ / „Abschied nehmen“
- Johannes Oerding – „Wenn du gehst“
- Rosenstolz – „Liebe ist alles“
- Glashaus – „Haltet die Welt an“
- Xavier Naidoo – „Abschied nehmen“
- Sarah Connor – „Das Leben ist schön“
Internationale Trauerlieder und Pop-Balladen
Englischsprachige Songs gehören zu den meistgespielten Liedern zur Beerdigung – besonders dann, wenn sie den Musikgeschmack der verstorbenen Person widerspiegeln. Sie sprechen über Generationen, Sprach- und Kulturgrenzen hinweg.
Beliebte internationale Trauerlieder:
- Eric Clapton – „Tears in Heaven“
- Frank Sinatra – „My Way“
- Andrea Bocelli & Sarah Brightman – „Time to Say Goodbye“
- Leonard Cohen – „Hallelujah“
- Sarah McLachlan – „Angel“
- Elton John – „Candle in the Wind“
- Adele – „Someone Like You“
- Louis Armstrong – „What a Wonderful World“
- Wiz Khalifa feat. Charlie Puth – „See You Again“
- Ed Sheeran – „Supermarket Flowers“
- Eva Cassidy – „Fields of Gold“ / „Songbird“
- Coldplay – „Fix You“
Kirchliche Trauerlieder – Glaube, Hoffnung und Trost

In kirchlichen Trauerfeiern spielen Choräle und geistliche Lieder eine zentrale Rolle. Sie geben Halt, drücken Hoffnung aus und sind in vielen Gemeinden seit Jahrhunderten Teil des Trauerritus. Auch moderne christliche Trauerlieder werden zunehmend zugelassen.
Häufig gewählte kirchliche Lieder:
- „Großer Gott, wir loben dich“
- „Von guten Mächten wunderbar geborgen“ (Text: Dietrich Bonhoeffer)
- „So nimm denn meine Hände“
- „Jesus bleibet meine Freude“ – J. S. Bach
- „Befiehl du deine Wege“
- „Der Herr ist mein Hirte“ (Psalmvertonung)
- „Möge die Straße uns zusammenführen“ (irischer Segen)
- „Ich hatt' einen Kameraden“ (bei militärischen Ehren)
Bei kirchlichen Feiern können Sie die Liedauswahl im Vorfeld mit der zuständigen Pfarrerin oder dem Pfarrer abstimmen. Viele Gemeinden lassen heute auch weltliche Lieder zu, wenn sie der verstorbenen Person besonders wichtig waren.
Instrumentale Trauermusik – Gefühl ohne Worte

Instrumentale Trauerlieder eignen sich besonders gut für Momente der Stille und für Übergänge – Einzug, Sargabsenkung oder den Auszug. Sie sprechen auf einer tiefen emotionalen Ebene, ohne durch Text zu lenken.
Beliebte Instrumentalstücke:
- Ludovico Einaudi – „Nuvole Bianche“
- Yiruma – „River Flows in You“
- Gustav Mahler – „Adagietto“ aus der 5. Sinfonie
- Erik Satie – „Gymnopédie Nr. 1“
- Hans Zimmer – „Time“ (aus „Inception“) oder „Now We Are Free“ (aus „Gladiator“)
- Yann Tiersen – „Comptine d'un autre été“
- Max Richter – „On the Nature of Daylight“
- Johann Pachelbel – „Kanon in D“
Trauerlieder nach Beziehung – für Mutter, Vater, Partner, Kind, Geschwister
So individuell wie jede Bindung ist, so individuell darf auch das Abschiedslied sein. Die Beziehung zur verstorbenen Person prägt die Stimmung, die Sie suchen – ob zärtlich, dankbar, kraftvoll oder leise.
Lieder für die Mutter – Liebe, Dankbarkeit, Verbundenheit
Die Mutter ist oft der erste Mensch, zu dem wir eine tiefe Bindung aufbauen. Lieder für diesen Abschied dürfen zärtlich und liebevoll sein.
- Bette Midler – „Wind Beneath My Wings“
- Sarah Connor – „Das Leben ist schön“
- Phil Collins – „You'll Be in My Heart“
- Céline Dion – „Goodbye's (The Saddest Word)“
- Rosenstolz – „Liebe ist alles“
- Johannes Oerding – „Für immer ab jetzt“
- Yiruma – „River Flows in You“ (instrumental, sehr ruhige Wahl)
Lieder für den Vater – Stärke, Vorbild, Dank
Der Abschied vom Vater bringt oft Gefühle von Respekt, Stolz und tiefer Dankbarkeit mit sich. Die Musik darf diese Beziehung würdevoll spiegeln.
- Herbert Grönemeyer – „Der Weg“
- Frank Sinatra – „My Way“
- Andreas Gabalier – „Amoi seg' ma uns wieder“
- Eric Clapton – „Tears in Heaven“
- Unheilig – „Geboren um zu leben“
- Reinhard Mey – „Vater und Sohn“
- Louis Armstrong – „What a Wonderful World“
Lieder für Partnerin oder Partner – Abschied von der großen Liebe
Die Trauer um den Lebenspartner ist besonders schmerzhaft. Lieder für diesen Moment dürfen sehr emotional, persönlich und romantisch sein.
- Adele – „Someone Like You“
- Silbermond – „Das Beste“
- Coldplay – „Fix You“
- Unheilig – „An deiner Seite“
- Whitney Houston – „I Will Always Love You“
- James Blunt – „Goodbye My Lover“
- Ina Müller – „Pläne“
- Birdy – „Not About Angels“
Lieder für ein verstorbenes Kind – ein unfassbarer Verlust
Der Tod eines Kindes ist einer der schwersten Schicksalsschläge. Musik kann helfen, den Schmerz in zarte Worte und Klänge zu kleiden.
- Eric Clapton – „Tears in Heaven“
- Glashaus – „Haltet die Welt an“
- Yiruma – „River Flows in You“ (instrumental)
- Lukas Graham – „You're Not There“
- Reinhard Mey – „Abschied nehmen“
- Ed Sheeran – „Supermarket Flowers“
- Phil Collins – „You'll Be in My Heart“
Lieder für Geschwister und enge Freund:innen
Der Verlust eines engen Freundes oder einer Schwester / eines Bruders lässt oft Erinnerungen an gemeinsame Lebensabschnitte aufleben. Die Musik darf auch Hoffnung und Dank ausdrücken.
- Coldplay – „The Scientist“
- Eva Cassidy – „Fields of Gold“
- R.E.M. – „Everybody Hurts“
- Silbermond – „In meiner Erinnerung“
- Keane – „Somewhere Only We Know“
- Wiz Khalifa & Charlie Puth – „See You Again“
- Roger Cicero – „In diesem Moment“
- Ed Sheeran – „Supermarket Flowers“
Live-Musik oder Tonträger – was passt zu Ihrer Trauerfeier?
Beide Formen haben ihre Stärken. Welche zu Ihnen passt, hängt von der gewünschten Stimmung, der Räumlichkeit und Ihrem Budget ab.
Live-Musik
- Besonders emotional und persönlich – ein menschliches Gegenüber im Raum.
- Ideal für klassische Trauermusik (Streicher, Orgel, Sopran, Gitarre).
- Kann individuelle Wünsche und Pausen direkt aufnehmen.
- Höhere Kosten und mehr Vorlaufzeit – Verfügbarkeit von Solist:innen frühzeitig prüfen.
Musik vom Tonträger
- Sehr große Auswahl, auch Originalaufnahmen mit der Stimme der Lieblingsinterpret:innen.
- Flexibel einsetzbar und problemlos kombinierbar.
- Deutlich günstiger als Live-Musik.
- Voraussetzung: eine funktionierende Tonanlage in der Trauerhalle.
- GEMA-Pflicht: Bei Beerdigungen in öffentlichen Trauerhallen meist über den Friedhofs- bzw. Hallenträger geregelt – im Zweifel beim Friedhof nachfragen.
In vielen Trauerhallen ist eine Musikanlage vorhanden – klären Sie vor der Feier, in welchem Format (USB, CD, Bluetooth, Streaming) Sie die Musik anliefern können. Wir bei Memovida übernehmen diese Abstimmung auf Wunsch komplett.
Was kostet Trauermusik bei einer Beerdigung?
Die Kosten für Trauermusik unterscheiden sich stark nach Form der Darbietung. Eine grobe Orientierung:
- Musik vom Tonträger durch Bestatter oder Hallenträger: 0–50 €, oft bereits in der Hallenmiete enthalten.
- Solist:in (Gesang oder Instrument, ein bis zwei Lieder): ca. 150–350 €.
- Orgel oder Organist:in vor Ort: ca. 80–250 € pro Trauerfeier.
- Streichquartett oder Duo (mehrere Stücke): ca. 400–800 €.
- Eigene Aufnahme (z. B. selbst gesungenes Lied der Kinder oder Enkel): kostenfrei.
Die genauen Preise hängen von Region, Künstler:in und Dauer ab. Wir bei Memovida arbeiten mit erprobten Musiker:innen in Berlin, München, Hamburg, Köln und Frankfurt zusammen und nennen Ihnen einen verbindlichen Festpreis – inklusive aller organisatorischen Schritte. Mehr dazu auf unserer Seite zu den transparenten Festpreisen für die Bestattung.
Trauermusik selbst auswählen – 5 Tipps von Memovida
- Vom Menschen ausgehen, nicht vom Genre. Welche Musik hat die verstorbene Person geliebt? Gab es einen Song, der zu einem bestimmten Lebensabschnitt gehörte – Hochzeit, gemeinsamer Urlaub, Lieblingsfilm?
- Texte vorher anhören – ganz. Manche Liedtexte klingen passend, enthalten aber Zeilen, die in der Trauerfeier ungewollt wirken können. Bitte einmal komplett durchhören, bevor Sie sich entscheiden.
- 3 bis 5 Lieder reichen meist. Mehr Musik macht die Feier nicht würdevoller, sondern weniger fokussiert.
- Mischen Sie Stille und Klang bewusst. Auch Pausen ohne Musik dürfen Teil der Feier sein – sie geben Raum für eigene Gedanken.
- Wünsche schon zu Lebzeiten festhalten. Wer mit einer Bestattungsvorsorge bei Memovida auch die eigenen musikalischen Wünsche schriftlich regelt, entlastet die Angehörigen spürbar.
Wirkung von Trauermusik auf Trauernde
Musik wirkt direkt auf das emotionale System – sie kann Gefühle wachrufen, die im Alltag verschlossen bleiben. Genau das macht sie bei einer Trauerfeier so wertvoll: Sie schafft einen sicheren Raum für Gefühle wie Wut, Ohnmacht, Sehnsucht oder Dankbarkeit, ohne dass man sie erklären muss.
Psychologisch betrachtet senkt Musik nachweislich Stresshormone, aktiviert biografische Erinnerungen und unterstützt die Verarbeitung von Verlusten. Musiktherapie wird heute regelmäßig in Hospizen und Trauergruppen eingesetzt – als ein Element von vielen, das durch die fünf Phasen der Trauer tragen kann.
Wichtig: Es gibt kein „falsches“ Lied. Wenn ein Stück die verstorbene Person ehrt und den Angehörigen guttut, ist es das richtige.
So begleitet Memovida Sie bei der Musikauswahl
So individuell wie die Beziehung zur verstorbenen Person ist auch die passende musikalische Begleitung. Wir nehmen uns die Zeit, gemeinsam mit Ihnen die richtigen Lieder zu finden – ob traditionell, modern, spirituell oder ganz persönlich.
Auf Wunsch übernehmen wir die komplette Organisation: Auswahl der Stücke, Kontakt zu Solist:innen oder Streichquartett, Absprache mit Trauerhalle und Friedhof, technische Umsetzung vor Ort und alle GEMA-Fragen. Mehr darüber, wie unsere individuelle Begleitung durch Memovida aussieht, finden Sie auf unserer Übersichtsseite.









