Todesfall im Krankenhaus oder Pflegeheim: Ablauf für Angehörige

Von Manuel Kaiser
June 1, 2026

Das Wichtigste auf einen Blick

Wenn ein Angehöriger im Krankenhaus oder Pflegeheim verstirbt, läuft in den ersten Stunden vieles automatisch ab. Der Stationsarzt oder Heimarzt stellt den Tod fest, die Todesbescheinigung wird ausgestellt und die Einrichtung informiert Sie. Sie haben Zeit, sich zu verabschieden — und Sie müssen nicht alles sofort entscheiden.

In diesem Ratgeber finden Sie den genauen Ablauf nach einem Todesfall im Krankenhaus oder Pflegeheim: was die Einrichtung übernimmt, was Sie selbst regeln müssen und was speziell beim Pflegeheim noch zu beachten ist. Eine allgemeine Übersicht für jeden Sterbefall finden Sie zusätzlich in unserer allgemeinen Checkliste für den Todesfall.

Die ersten Stunden — was die Einrichtung automatisch übernimmt

In Krankenhaus, Hospiz und Pflegeheim ist immer ein Arzt erreichbar. Sobald der Tod festgestellt wurde, läuft ein eingespielter Ablauf an. Sie müssen sich um den Totenschein nicht selbst kümmern.

Der Stationsarzt oder der Heim- bzw. Hausarzt stellt den Tod offiziell fest und füllt die Todesbescheinigung aus. Die Einrichtung dokumentiert den Sterbefall und ruft die Angehörigen an, falls Sie nicht ohnehin schon vor Ort sind.

Den Totenschein erhalten Sie nicht direkt — die Einrichtung übergibt ihn an das von Ihnen beauftragte Bestattungsunternehmen. Damit fällt für Sie der gesamte Behördenweg in den ersten Stunden weg.

Abschied nehmen — wie viel Zeit Ihnen bleibt

Wie lange Sie bei der verstorbenen Person bleiben können, unterscheidet sich zwischen Krankenhaus und Pflegeheim deutlich. Der wichtigste Punkt vorab: Lassen Sie sich nicht drängen. Sie haben ein Recht auf einen ruhigen, würdevollen Abschied.

Im Krankenhaus bleibt der Verstorbene meist zwei bis drei Stunden im Patientenzimmer. Anschließend wird er in den Kühlraum oder die Pathologie gebracht. Viele Kliniken verfügen zusätzlich über Abschieds- oder Aufbahrungsräume, in denen Sie sich auch später noch verabschieden können. Bei Bedarf können Sie eine Klinikseelsorgerin oder einen Klinikseelsorger hinzuziehen.

Im Pflegeheim und Hospiz haben Sie in der Regel mehr Zeit. Verstorbene bleiben oft länger im eigenen Zimmer, sodass Angehörige in Ruhe Abschied nehmen können. Manche Heime bringen den Verstorbenen erst kurz vor der Abholung durch den Bestatter in einen Kühlraum.

Lediglich entstehen im Krankenhaus Kosten für die Leichenaufbewahrung im Kühlhaus — meist zwischen 10 und 20 Euro pro Tag. Wenn Sie zeitnah einen Bestatter beauftragen, halten Sie diese Kosten gering.

Was Sie selbst regeln müssen — Schritt für Schritt

Auch wenn die Einrichtung die ersten Schritte übernimmt, müssen Sie als Angehörige einige Dinge selbst veranlassen. Viele davon haben Zeit, eine Sache ist eilig: das Bestattungsunternehmen zu wählen.

  1. Bestattungsunternehmen kontaktieren. Das gilt unabhängig von Wochentag oder Uhrzeit. Bei Memovida erreichen Sie uns rund um die Uhr — wir holen den Verstorbenen über unsere lokalen Überführungspartner zuverlässig ab.
  2. Sterbeurkunde beantragen. Die Sterbeurkunde beantragen Sie beim Standesamt des Sterbeortes — meist innerhalb der ersten Werktage. Lassen Sie sich gleich mehrere Ausfertigungen ausstellen. Für Versicherungen, Renten- und Banksachen brauchen Sie das Original mehrfach. Wir übernehmen diesen Gang gerne für Sie.
  3. Dokumente sammeln. Personalausweis, Geburtsurkunde, Heirats- oder Scheidungsurkunde, gegebenenfalls Sterbeurkunde des Ehepartners, Rentennummer, Versicherungsunterlagen und ein eventuell vorhandener Bestattungsvorsorgevertrag oder Testament.
  4. Versicherungen informieren. Lebens- und Sterbegeldversicherungen haben kurze Meldefristen — oft 48 bis 72 Stunden. Krankenkasse, Pflegekasse und Rentenversicherung haben mehr Zeit. Wir melden den Sterbefall bei den meisten Stellen für Sie.
  5. Arbeitgeber informieren. Sowohl der eigene als auch — falls die verstorbene Person noch berufstätig war — der Arbeitgeber der verstorbenen Person sollte zeitnah Bescheid wissen. Sie selbst haben in den meisten Fällen Anspruch auf Sonderurlaub im Todesfall.

Eine Sache, die viele Familien unterschätzen: Sie haben für viele Entscheidungen mehr Zeit als gedacht. Bestattungsart, Friedhof, Trauerfeier — das alles können Sie in Ruhe in den kommenden ein bis zwei Wochen besprechen.

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Was im Pflegeheim zusätzlich zu klären ist

Im Pflegeheim kommt eine zweite, oft übersehene Ebene hinzu: der Heimvertrag. Hier lohnt es sich, frühzeitig genau hinzuschauen, weil sonst unnötige Kosten entstehen können.

Der Vertrag endet mit dem Sterbetag. Die Zahlungspflicht für Pflege und Verpflegung endet ebenfalls — eine Weiterzahlung kann das Heim nicht verlangen. Eine Ausnahme bildet der Wohnraum: Bei Selbstzahlern oder in einer Pflege-Wohngemeinschaft kann der Vertrag über den Tod hinaus für maximal zwei Wochen verlängert werden, wobei die Erben anteilig zahlen.

Persönliche Gegenstände müssen geräumt werden. Das Heim darf das Zimmer nicht eigenmächtig räumen. Schauen Sie in den Vertrag: Häufig ist eine Abholfrist vereinbart, oft mit Nachfrist von ein bis zwei Wochen. Wenn diese Fristen verstreichen, kann der Heimträger die Räumung auf Kosten der Erben veranlassen und die Gegenstände einlagern. Klären Sie also möglichst früh, wer wann was abholt.

Pflegekasse und Sozialleistungen. Pflegegeld endet mit dem Sterbetag. Renten- und Pflegeversicherung werden über die Sterbeurkunde informiert. Eventuell vorhandenes Taschengeld auf dem Heimkonto wird über die Erben abgerechnet — diese Beträge gehören zum Nachlass.

Hilfe zur Pflege. Wenn die verstorbene Person Sozialleistungen bezogen hat, kann das Sozialamt unter Umständen einen Teil zurückfordern. Dieser Punkt ist regional unterschiedlich geregelt — wir empfehlen die Beratung durch einen Notar oder Anwalt für Erbrecht.

Was Memovida für Sie übernimmt

Memovida ist ein modernes, überregionales Bestattungsunternehmen mit transparenten Festpreisen und einer ruhigen, persönlichen Begleitung. Wenn ein Todesfall im Krankenhaus oder Pflegeheim eintritt, übernehmen wir den organisatorischen Teil, damit Sie Raum für das Wichtige haben.

Wir holen den Verstorbenen 24 Stunden am Tag, 7 Tage die Woche ab — über lokale Überführungspartner in ganz Deutschland. Mehr zum Ablauf der Überführung des Verstorbenen finden Sie in unserem Ratgeber. Wir kümmern uns um die Sterbefall-Anzeige, die Sterbeurkunde, die Termine mit Friedhof oder Krematorium und die Auswahl des Sarges oder der Urne. Auf Wunsch melden wir den Sterbefall auch der Krankenkasse, Rente und den wichtigsten Versicherungen.

Sie haben Zeit, in Ruhe über die Bestattungsart zu entscheiden — Erdbestattung, Feuerbestattung, See- oder Baumbestattung. Wir folgen keiner starren Tradition, sondern gestalten den Abschied so, wie er zu Ihrer Familie passt. Unsere transparenten Festpreise zeigen wir Ihnen vorab; lediglich die Kosten für den Beisetzungsort kommen je nach Friedhof oder Bundesland hinzu.

Wir sind Mitglied im Verband unabhängiger Bestatter e. V. und werden bei Google mit 4,9 von 5 Sternen bewertet. Eine Ratenzahlung bis zu 36 Monate ist möglich.

Unsere Standorte

Wir sind im Ernstfall für Sie 7 Tage die Woche und 24 Stunden am Tag telefonisch erreichbar. Unsere Bestattungsleistungen bieten wir deutschlandweit an, mit Hauptsitz in Berlin:

Häufig gestellte Fragen

Was passiert, wenn jemand im Krankenhaus oder Pflegeheim verstirbt?

Der Stationsarzt oder Heimarzt stellt den Tod fest und stellt die Todesbescheinigung aus. Die Einrichtung informiert die Angehörigen und übergibt den Totenschein direkt an das beauftragte Bestattungsunternehmen. Sie selbst müssen den Totenschein nicht beantragen. In den ersten Stunden haben Sie Zeit, sich zu verabschieden, bevor der Verstorbene in den Kühlraum gebracht oder vom Bestatter abgeholt wird.

Wann ruft das Krankenhaus an, wenn jemand stirbt?

In der Regel ruft das Krankenhaus oder Pflegeheim die nächsten Angehörigen sofort nach Feststellung des Todes an — meist über den behandelnden Arzt oder die Stationsleitung. Wenn Sie nicht vor Ort sind, werden Sie über Ihre hinterlegten Kontaktdaten oder die im Aufnahmebogen genannte Bezugsperson erreicht. Anschließend können Sie zur Verabschiedung in die Einrichtung kommen.

Muss ich den Totenschein selbst beantragen?

Nein. Im Krankenhaus stellt der Stationsarzt die Todesbescheinigung aus, im Pflegeheim der Heim- oder Hausarzt. Die Einrichtung übergibt das Dokument an das Bestattungsunternehmen, das damit die Sterbeurkunde beim Standesamt beantragt. Sie müssen den Totenschein also weder selbst abholen noch bezahlen — die Gebühr fällt in der Regel direkt zwischen Arzt und Einrichtung an.

Wie lange muss ich das Pflegeheim nach dem Tod weiter bezahlen?

Die Zahlungspflicht endet grundsätzlich mit dem Sterbetag. Eine Ausnahme besteht beim Wohnraum: Bei Selbstzahlern oder in einer Pflege-Wohngemeinschaft kann der Vertrag bis zu zwei Wochen verlängert werden. Die Erben zahlen dann anteilig — gekürzt um den Betrag, den das Heim einspart, weil keine Pflege mehr stattfindet. Diese Kürzungspauschale steht idealerweise schon im Heimvertrag.

Wer räumt das Zimmer im Pflegeheim nach dem Tod?

Das Räumen ist Aufgabe der Angehörigen oder Erben. Das Heim darf das Zimmer nicht eigenmächtig leerräumen. Im Heimvertrag ist meist eine Frist vereinbart, oft zwei Tage plus Nachfrist von ein bis zwei Wochen. Halten Sie diese Frist ein — sonst kann der Träger die Räumung auf Ihre Kosten beauftragen und die Gegenstände einlagern lassen.

Wann findet die Beerdigung nach einem Todesfall im Krankenhaus statt?

In den meisten Bundesländern muss die Bestattung zwischen 48 Stunden und 4 bis 10 Tagen nach dem Tod stattfinden — die Fristen sind im Bestattungsgesetz des jeweiligen Bundeslandes geregelt. In der Praxis findet die Beerdigung häufig zwischen dem dritten und siebten Tag statt. Mehr dazu lesen Sie in unserem Ratgeber zum Zeitplan zwischen Todesfall und Beerdigung.

Welche Versicherungen muss ich zuerst informieren?

Eilig sind Lebensversicherung, Sterbegeldversicherung und gegebenenfalls Unfallversicherung — hier gelten oft Meldefristen von 48 bis 72 Stunden. Krankenkasse, Pflegekasse und Rentenversicherung können Sie etwas später informieren; sie benötigen ohnehin die Sterbeurkunde. Wir bei Memovida übernehmen die Sterbefall-Meldungen bei den meisten dieser Stellen gerne für Sie.

Was kostet die Aufbewahrung im Kühlhaus des Krankenhauses?

Üblich sind 10 bis 20 Euro pro Tag, je nach Klinik. Je früher Sie ein Bestattungsunternehmen beauftragen, desto geringer fallen diese Kosten aus — wir überführen den Verstorbenen zeitnah in unsere eigenen Räumlichkeiten. Diese Aufbewahrung ist bei Memovida bereits Teil unseres Festpreises.

So sind wir für Sie da

Ein Todesfall im Krankenhaus oder Pflegeheim ist immer ein einschneidender Moment — aber Sie sind damit nicht allein, und Sie müssen nicht alles heute regeln. Rufen Sie uns einfach an: Wir sind 24/7 unter 030 75436955 erreichbar und kommen mit unseren lokalen Partnern in der Regel innerhalb weniger Stunden zur Abholung.

Wenn Sie unverbindlich planen möchten, können Sie sich auch online ein kostenfreies Angebot erstellen lassen. Und falls Sie überlegen, Ihre eigene Bestattung schon zu Lebzeiten zu regeln, finden Sie hier mehr zur Bestattungsvorsorge, mit der Sie Ihre Familie entlasten.

Artikel von

Manuel Kaiser Gründer & Geschäftsführer

Manuel hat viele Jahre in der Dienstleistungsbranche gearbeitet, vor allem im Digitalbereich. Mit Memovida will er Bestattungen einfacher und transparenter machen. Sein Anspruch: ein Service, der die Menschen und ihre Bedürfnisse in den Mittelpunkt stellt – ohne komplizierte Abläufe, dafür mit echter Unterstützung in schwierigen Zeiten.

Was unsere Kunden über uns sagen

Google Bewertung Memovida

Der Service von Memovida war erstklassig: aufmerksam,
sachkundig und reaktionsschnell und berät ausländische Kunden zu
deutschen Gepflogenheiten. Die Mitarbeiter waren schnell erreichbar
und ich habe auf alle meine Fragen eine Antwort bekommen.
Herzlichen Dank insbesondere an Herrn Manuel Kaiser.

Pertti H.

Vielen Dank Frau Haan, ich war nicht in der Lage mich anderweitig um die Beisetzung meines geliebten Mannes zu kümmern. Was da alles auf einen hereinbricht und was man alles bewältigen muss. Plötzlich steht man ganz alleine da aber Dank von Frau Haan habe ich die schwerste Zeit in meinen Leben bewältigt. Die Trauerfeier war sehr emotional und Danke auch für Die Trauerrednerin. Auch mein Wusch nach der Ruhestätte wurde
erfüllt. Man kann ihnen gar nicht genug Danken so einfühlsam wie sie in dieser schweren Zeit für mich waren.
Alles liebe für Sie.
Mit freundlichen Gruß

Ursula Z.

In einer für mich schwierigen Phase war Ihr Unternehmen mit außerordentlichem Engagement,
absoluter Zuverlässigkeit sowie kompetenter Ausführung und exakter Einhaltung aller
getroffenen Zusagen für mich eine unverzichtbare Stütze und Hilfe.
Insbesondere möchte ich Ihnen, liebe Fr. Lübbert, für Ihre Empathie, die einfühlsame
Herzlichkeit, das Verständnis für jedes Detail und für alles was Sie für mich getan und
umgesetzt haben größten Dank und höchste Anerkennung aussprechen.
Sie waren einfach immer da!
Ihr Unternehmen wird mit der gelebten, konsequenten Kundenorientierung großen Erfolg
haben, dem können Sie sich sicher sein.

Reinhard W.

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